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Norddeutschland Nach Missbrauchsfällen: Kiel richtet Kommission ein
Nachrichten Norddeutschland Nach Missbrauchsfällen: Kiel richtet Kommission ein
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13:22 11.02.2016
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Kiel

Nach dem sexuellen Missbrauch von zwei kleinen Mädchen im Kieler Stadtteil Gaarden wollen die zuständigen Behörden künftig in ähnlichen Fällen enger zusammenarbeiten. Bei der Bearbeitung von Sexualstraftaten bei Kindern soll eine Arbeitsgruppe aus Experten der Staatsanwaltschaft, der Polizei und des Gesundheitsamtes der Stadt einen besseren Austausch der Behörden ermöglichen.

„Wir sehen, dass wir nicht schnell genug miteinander kommunizieren“, sagte die leitende Oberstaatsanwältin Birgit Heß gestern nach einem Treffen mit dem Kieler Sozialdezernenten Gerwin Stöcken und dem Leiter der Polizeidirektion Thomas Bauchrowitz. Dies hätten die jüngsten Fälle gezeigt. „Das wollen wir ändern.“ Die Arbeitsgruppe soll sich in den kommenden Tagen zusammenfinden und sich zunächst in kurzen Abständen treffen. Geplant ist, dass Sachbearbeiter des Gesundheitsamtes das Gremium im Bedarfsfall selbst einschalten können.

Es sei aber „keine Garantie, dass das nie wieder passiert“, sagte Sozialdezernent Stöcken mit Blick auf die im Januar sexuell missbrauchten Mädchen. Unter Tatverdacht steht ein 30-Jähriger aus Kiel. Die Staatsanwaltschaft hatte nach der ersten Tat keine rechtliche Grundlage für einen Haftbefehl gesehen, obwohl der Mann bereits nach diesem Missbrauchsfall unter Verdacht stand und vorläufig festgenommen worden war.

LN

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