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Norddeutschland Nach Unwetter: Bahnverkehr immer noch gestört
Nachrichten Norddeutschland Nach Unwetter: Bahnverkehr immer noch gestört
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15:47 23.06.2017
Unter der Bahnbrücke am Südring in Rostock stehen am Freitag die Straßenbahnschienen unter Wasser. Grund war ein heftiges Gewitter in der Nacht. Quelle: Joachim Mangler/dpa-Zentralbild/dpa
Hamburg/Kiel

Nach den heftigen Unwetter ist in weiten Teilen Norddeutschland der Alltag wieder eingekehrt. Die Bahn kämpfte jedoch auch am Freitag auf manchen Strecken noch mit den Folgen. Die Züge zwischen Hamburg und Hannover mussten zunächst weiterhin über Rothenburg umgeleitet werden, wie eine Bahnsprecherin sagte. Für die Fahrgäste bedeutete das eine Fahrtzeitverlängerung um rund 20 Minuten. Die Verbindung nach Berlin und Bremen waren in der Nacht hingegen wieder freigegeben worden. Gestrandete Bahnreisende mussten die Nacht etwa in extra bereitgestellten Zügen verbringen.

Lesen Sie alles dazu in unserem Live-Ticker nach.

Meteorologen beobachten Tornado bei Hamburg. Bahnverkehr ist teilweise lahmgelegt. In Niedersachsen stirbt ein Mann in seinem Auto.

Am Freitag kam es weiterhin zu Verspätungen und einzelnen Zugausfällen - unter anderem im Nahverkehr des Metronoms, wie das Bahnunternehmen auf seiner Website mitteilte. Im Hamburger Stadtverkehr wurde ein Abschnitt der Linie S3 mit Bussen und Taxen bedient. Zwischen Buxtehude und Stade mussten Bahnreisende in Busse umsteigen.

Hagel, Starkregen und ein Tornado hatten am Donnerstagmittag in und um Hamburg für ein Verkehrschaos gesorgt. Am Abend kam eine zweite Gewitterfront.

Klicken Sie hier, um zahlreiche Leserbilder von dem Unwetter zu sehen, dass im Juni 2017 über Lübeck und die Region zog.

Am Bahnhof Altona richteten Hilfsorganisationen am Donnerstagabend eine Notunterkunft für gestrandete Bahnreisende ein, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Weitere 300 Schlafplätze standen den Festsitzenden in einer Schule zur Verfügung. Die Bahn stellte zudem vier Schlafzüge bereit.

Das Unwetter hatte die Feuerwehr laut Sprecher bis zum Freitagmorgen rund 240 Mal auf Trab gehalten. Bei den Einsätzen waren demnach meist Bäume auf Straßen, Häuser oder Bahngleise gefallen.

Das Wochenende wird nach Einschätzung von Meteorologen weiterhin norddeutsches Schietwetter bringen. Am Sonnabend wird sich die Sonne nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes DWD nur in Richtung Dänische Grenze und Nordsee gelegentlich zeigen. Bei Temperaturen um 18 bis 21 Grad soll es dabei immer wieder schauerartig regnen.

In Bad Segeberg sind die Veranstalter hoffnungsvoll, dass die Premiere der Karl-May-Aufführung „Old Surehand“ am Samstag problemlos über die Bühne geht. Im  vergangenen Jahr musste sie zur Pause wegen Starkregens und einer Überflutung abgebrochen werden.

Klicken Sie hier, um zahlreiche wichtige Tipps zu lesen, wie Sie sich bei Gewitter verhalten sollten.
Infografiken zum Thema Hitze, Gewitter und Hagel.
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