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Norddeutschland Nach einem Jahr Bauzeit: Mini-Elbphilharmonie ist fertig
Nachrichten Norddeutschland Nach einem Jahr Bauzeit: Mini-Elbphilharmonie ist fertig
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09:51 14.11.2013
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Hamburg

Das Warten hat ein Ende: Hamburg hat seine Elbphilharmonie - zumindest eine kleine Kopie im Miniaturwunderland. Mit einem Feuerwerk und einem Konzert des NDR-Sinfonieorchesters unter Leitung von Thomas Hengelbrock wurde die Mini-Elbphilharmonie gestern Abend feierlich eröffnet. „Wer das ,Wunder‘ vollbringt, einen Flughafen erfolgreich zu Ende zu bauen - auch das schafft ja bekanntermaßen nicht jeder - der kann auch eine Elbphilharmonie erfolgreich fertigstellen“, sagte Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos). „Dieses Konzerthaus ist im Kleinen wie im Großen ein architektonisches Meisterwerk. Die heutige Eröffnung zeigt, dass die Vorfreude auf die Elbphilharmonie in realer Größe steigt!“

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Der Konzertsaal der Elbphilharmonie ist gut besucht. Auch der amerikanische Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle (unter der Lupe) sind da. Die Musiker dürfen in dem Konzerthaus natürlich nicht fehlen.

Nach 364 Tagen Bauzeit - ein halbes Jahr später als geplant - war das 82 Zentimeter hohe und 96 Zentimeter lange Konzerthaus in Deutschlands größter Modelleisenbahn fertig. „Wir sind stolz, dass sich bei uns die Baukosten lediglich verdoppelt haben“, sagte Geschäftsführer Frederik Braun. Insgesamt kostete die „Mini-Elbphi“, die nach Originalplänen der Architekten Herzog & de Meuron gebaut wurde, rund 200 000 Euro. 22 Modellbauer arbeiteten an dem Mini-Konzerthaus, das aus 3000 Einzelteilen zusammengesetzt wurde. Clou der Mini-Elbphilharmonie ist der aufklappbare Konzertsaal, der den Blick auf das Orchester und die Zuschauer freigibt.

Auf die Eröffnung der richtigen Elbphilharmonie müssen die Hamburger noch dreieinhalb Jahre warten: Nach jahrelangem Streit um Verzögerungen und Kostensteigerungen hatten sich die Stadt und der Baukonzern Hochtief Anfang des Jahres geeinigt, die Elbphilharmonie gemeinsam zu Ende zu bauen. Sollte das Konzerthaus die Steuerzahler zunächst 77 Millionen Euro kosten, liegen die Gesamtkosten mittlerweile bei 789 Millionen Euro, die Eröffnung wurde von 2010 auf 2017 verschoben.

Auf Deutschlands teuerster Kulturbaustelle geht es wieder voran. Der Rohbau, der eigentlich am 30. November fertig sein sollte, wurde nun sogar vier Wochen früher fertig. Im Innern des künftigen Konzertsaales mit Platz für 2150 Zuschauer, die wie in einem Amphitheater um das Orchester herum sitzen werden, hängt bereits der riesige, 50 Tonnen schwere Reflektor an der Decke. Er soll den Schall optimal im Raum verteilen. Arbeiter bringen die Vorrichtungen für die Innenverkleidung, die „Weiße Haut“, an. Diese Gipsplatten wurden einzeln hergestellt, damit die Elbphilharmonie auch akustisch zu den zehn besten Konzerthäusern der Welt gehört. Einmal im Monat kommt der japanische Spitzenakustiker Yasuhisa Toyota vorbei, um zu begutachten, ob alles nach seinem Plan verläuft. Bis jetzt hatte er noch keine Beanstandungen.

An 365 Tagen geöffnet
Das Miniaturwunderland in Hamburg, Kehrwieder 2, Block D, ist täglich geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene zwölf Euro, Kinder unter 16 Jahren zahlen sechs Euro. Für Kinder unter einem Meter ist der Eintritt in Begleitung der Eltern umsonst. Weitere Informationen sowie Ticketreservierungen sind im Internet unter www.miniatur-wunderland.de möglich.

LN

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