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Norddeutschland Nässe und Kälte bremsen Bienen aus
Nachrichten Norddeutschland Nässe und Kälte bremsen Bienen aus
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21:22 26.07.2016
Bei Temperaturen unter zehn Grad fliegen Bienen nicht mehr aus und bleiben zu Hause im Stock. Quelle: von Erichsen/dpa
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Bad Segeberg

. Wegen des wechselhaften Sommers kommt auf die Imker im Norden ein schlechtes Honigjahr zu. „Die Ernte des Sommerhonigs fällt praktisch ins Wasser“, sagte der Bienenzuchtberater des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker, Jörg Pardey. Für Schleswig- Holsteins Imker sei in diesem Jahr lediglich die erste Ernte im Frühling gut gewesen: „Als der Raps auf 120000 Hektar blühte, passte auch das Wetter.“ Im Sommer gebe es jedoch keine landwirtschaftlich genutzten Pflanzen, die für die Bienen interessant sind, erklärte Pardey: „Bei den Blüh-Pflanzen fehlt die Masse.“ Dadurch gebe es zum Teil in den Städten mehr Honig als in den „Agrar-Steppen“ auf dem Land. „Da blüht sehr viel mehr an Ecken und in Winkeln, in Gärten und Balkonkästen – das summiert sich.“

Problem ist, dass Bienen bei Kälte oder Starkregen nicht fleißig ausfliegen. Bei Temperaturen unter zehn Grad bleiben sie einfach zu Hause im Stock. „Drinnen müssen sie „heizen“ und ihre Brut ernähren: Das kostet natürlich sehr viel Honig“, erklärte Pardey. Bienen bilden bei Kälte eine Traube und produzieren mit ihrer Flugmuskulatur „im Leerlauf“ Wärme – also ohne die Flügel zu bewegen. Die äußeren Bienen bilden dabei eine lebendige Isolierung. Pro Jahr verbrauche ein Bienenvolk 100 bis 120 Kilogramm Honig als Nahrung selbst.

„Wir können nur die Überschüsse entnehmen“, sagte Pardey. Wenn der Imker den Honig erntet, gebe er im Gegenzug den Insekten Zuckersirup. „Sonst würden sie verhungern.“ Der Zucker sei jedoch nur Energie-Lieferant. Die Bienen müssen diese Kohlehydrate mit selbst gesammeltem Pollen ergänzen: „Das ist ihre Eiweiß-Nahrung mit Vitaminen und Spurenelementen.“

LN

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