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Norddeutschland Neue Ausrüstung für Schleswig-Holsteins Polizisten
Nachrichten Norddeutschland Neue Ausrüstung für Schleswig-Holsteins Polizisten
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20:35 05.04.2016
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Kiel

. Provokationen, Aggressionen, Attacken: Oft werden Polizisten selbst zum Ziel von Übergriffen. Eine neue Ausrüstung soll sie in Schleswig-Holstein nun besser vor Angriffen schützen. Es gebe „eine Erosion des Respekts gegenüber staatlichen Institutionen“, sagte Innenminister Stefan Studt (SPD) gestern bei der Vorstellung der neuen Ausrüstung. Allein 1,5 Millionen Euro stellte das Land für einen zusätzlichen Stichschutz beispielsweise gegen Messerattacken oder Angriffe mit zerbrochenen Flaschen zur Verfügung, den die Beamten in ihre Schutzwesten schieben können.

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. Provokationen, Aggressionen, Attacken: Oft werden Polizisten selbst zum Ziel von Übergriffen. Eine neue Ausrüstung soll sie in Schleswig-Holstein nun besser vor Angriffen schützen.

Bislang haben diese Westen die Beamten nur gegen ballistische Geschosse geschützt, beispielsweise aus einer 9-Millimeter-Pistole. Neu ist auch eine Außentragehülle, die Platz für Handschellen, Notizblock, Schlagstock oder Pfefferspray bietet. Für 660 000 Euro kaufte die Polizei davon 5500 Stück. Außerdem sind bald wieder alle Beamten mit weißen Mützen unterwegs. Dadurch sollen sie im Einsatz besser sichtbar sein. „Die Bürger sollen die Polizei sehen“, sagte Landespolizeidirektor Ralf Höhs. Bisher tragen sie blaue Mützen, die für besondere Anlässe erhalten bleiben sollen. Vor zehn Jahren waren die Uniformen im Norden nach US-Vorbild auf dunkelblau geändert worden. Knapp 3,5 Kilogramm wiegt die Schutzausstattung der Beamten nun.

Die Polizisten geraten immer wieder selbst ins Visier. „2015 wurden mehr als 300 Beamte im Einsatz verletzt“, sagte Studt. In bis zu 1300 Fällen werden Polizisten zwischen Nord- und Ostsee im Jahr mit Gewalt konfrontiert. Betroffen seien etwa 2500 Beamte. Deshalb gehört nun auch ein Schutzschild zur Standard-Ausrüstung der Streifenwagen.

Testphasen hätten gezeigt, dass diese Schutzschilde „den Schusswaffengebrauch von Kriminellen minimieren“, sagte Höhs. „Das äußere Erscheinungsbild der Beamten hat Einfluss auf die Gewaltbereitschaft.“

Im Wagen liegt mittlerweile auch eine Spuckhaube, die Tatverdächtigen nach ihrer Festnahme aufgesetzt wird. Deren Träger können sehen und atmen. „Sie ist auch der Menschenwürde entsprechend“, betonte der Landespolizeidirektor. „Sie verhindert nur, dass auf die Beamten gespuckt werden kann.“

LN

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