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Norddeutschland Neue Erkenntnisse zu Schüssen im IC
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12:01 28.06.2018
Nach der Messerattacke in einem Zug in Flensburg suchen die Ermittler weiter nach dem Motiv für die Tat.  Quelle: dpa
Flensburg

Es habe aber bisher ein Zeitfenster während des Angriffs gegeben, wo unklar war, wo sich die Polizistin aufgehalten habe, sagte der Staatsanwalt. Der 35-Jährige, der der Beamtin zur Hilfe geeilt war, hatte sie seinen Angaben zufolge zwischenzeitlich aus den Augen verloren. Diese Lücke habe die Polizistin mit ihrer Aussage gefüllt.

Ein 24 Jahre alter Mann aus Eritrea hatte die Beamtin aus Bremen mit einem Küchenmesser angegriffen und verletzt, als sie beim Halt in Flensburg zur Ausgangstür gehen wollte. Ein 35 Jahre alter Mitreisender aus Köln hatte ausgesagt, Hilferufe gehört und den Angreifer weggezogen zu haben. Ihrer eigenen Aussage zufolge habe die Beamtin den Helfer gar nicht wahrgenommen, sondern gedacht, sich selbst befreit zu haben, sagte Schmidt.

Sie habe dann den Waggon verlassen und eine Mitreisende gebeten, die Polizei zu informieren. Anschließend sei sie zurückgekehrt und habe bemerkt, dass der 24-Jährige und der Kölner kämpften. Sie habe ausgesagt, ihre Waffe gebraucht zu haben, um den 35-Jährigen zu schützen, sagte Schmidt. Er sei aus ihrer Sicht konkret bedroht gewesen. Der Mann wurde von dem Angreifer schwer verletzt.

Die Beamtin, die nicht dienstlich unterwegs war, aber ihre Uniform trug, hatte den 24-Jährigen mit ihrer Dienstwaffe erschossen. Es wird geprüft, ob Nothilfe vorlag. Das Motiv der Messerattacke ist unklar, einen islamistischen Hintergrund schlossen die Ermittler aus. Der 24-Jährige war 2015 nach Deutschland eingereist und hatte eine befristete Aufenthaltserlaubnis. Er wohnte in Nordrhein-Westfalen.

LN/dpa

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