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Norddeutschland Neue Ermittlungen nach Taten von 1989
Nachrichten Norddeutschland Neue Ermittlungen nach Taten von 1989
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20:53 28.12.2017
Beamte einer Hundertschaft durchsuchen im August 1989 den Wald in der Göhrde bei Oldendorf nach Spuren der Täter. Quelle: Foto: Michael Behns/dpa
Lüneburg

Fünf Menschen soll ein Friedhofsgärtner Ende der 80er Jahre bei Lüneburg ermordet haben, darunter ein Ehepaar aus Hamburg. Die Lüneburger Staatsanwaltschaft bestätigte eine übereinstimmende DNA-Untersuchung. Der Mann hatte sich bereits 1993 das Leben genommen, doch die Polizei vermutet, dass der Mann einen oder mehrere Mittäter gehabt haben könnte. Zudem prüft sie, ob der Friedhofsgärtner noch für weitere Morde verantwortlich ist.

1989 waren im niedersächsischen Landstrich Göhrde mitten in der Natur zwei Paare an zwei verschiedenen Tagen ermordet worden. Ein Ehepaar aus Hamburg war zum Picknick in das Gebiet gefahren, ebenfalls mit dem Auto waren eine Frau aus Uelzen und ihr Begleiter aus Hannover gekommen. Außer den Morden an den Paaren lastet die Polizei dem Friedhofsgärtner auch den Tod einer 1989 in der Region verschwundenen Unternehmergattin an. Ihre Leiche wurde im September unter der Garage des Hauses entdeckt, in dem der Mann damals lebte.Die Motive des Serientäters sind bislang offen geblieben. Experten zeichnen das Bild eines gefühlskalten und psychisch gestörten Menschen, der brutal und aggressiv vorgeht.

Die Polizei in Lüneburg will nun eine Clearingstelle einrichten, über die andere Dienststellen Zusammenhänge mit den sogenannten Göhrdemorden prüfen lassen können. „Wir schließen erstmal nichts aus“, sagte Polizeisprecher Mathias Fossenberger. Die Polizei geht unter anderem von einem Mittäter aus, weil der damals 40-Jährige mit seinem eigenen Wagen in das Waldgebiet gefahren sei, es nach dem ersten Doppelmord aber mit dem Auto der Opfer verlassen hat. Die Fahnder vermuten, dass ein möglicher Mittäter noch lebt. Genaueres wird aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gesagt.

LN

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