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21:10 19.12.2017
Kiel

Die Debatte hatte in den letzten Wochen an Fahrt aufgenommen. Dazu trug offenbar nicht zuletzt die starke Beteiligung der Bevölkerung an den Gottesdiensten und Veranstaltungen am Reformationstag bei, der in diesem Jahr erstmals – und eigentlich einmalig – bundesweit gesetzlicher Feiertag war. Die Große Koalition in Niedersachsen will den 31. Oktober jetzt dauerhaft zum Feiertag machen. Bremen schließt sich an. Auch in Hamburg liegt ein entsprechender Antrag vor. In Mecklenburg-Vorpommern ist der Reformationstag traditionell frei. In Schleswig-Holstein hatte der DGB genau das schon zu Jahresanfang gefordert, schließlich seien norddeutsche Arbeitnehmer in Sachen Feiertage gegenüber dem Süden benachteiligt. Die SPD- Fraktion will im Januar im Kieler Landtag einen entsprechenden Antrag stellen. Die CDU sprach sich im November auf einem Parteitag ebenfalls für den Reformationstag als neuen Feiertag aus.

Unklar war allerdings bislang, wie die Jamaika-Koalition insgesamt zu den Plänen steht. Die FDP lehnte einen zusätzlichen Feiertag generell ab – er schade der Wirtschaft zu sehr. Mittlerweile heißt es aus der Fraktion, die Einführung eines weiteren Feiertags, und dann mutmaßlich des Reformationstages, werde nicht an der FDP scheitern. Man sei in guten Gesprächen. Der Beschluss der Grünen-Landtagsfraktion jetzt deutet in dieselbe Richtung. Eine Mehrheit in der Fraktion würde zwar einen nicht- kirchlichen Feiertag wie den internationalen Frauentag am 8. März oder auch den Tag der Landesverfassung bevorzugen. Allerdings wurde auch keine generelle Ablehnung des Reformationstages beschlossen. Und: Es sei eine norddeutschlandweite Lösung wichtig, vor allem für die Familien von Pendlern im Hamburger Rand.

In einer Koalitionsrunde Anfang des neuen Jahres soll jetzt über einen gemeinsamen Jamaika-Weg beraten werden.

W.Hammer

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