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Norddeutschland Niemand will im Urlaub nach Jamaika
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20:32 24.07.2017
Monika Heinold (Grüne) plant im Urlaub Törns auf dem Segelboot. Quelle: Fotos: Rehder/dpa (2), Bockwoldt/dpa, Klohn/dpa
Kiel

. Karibik, Südsee, Afrika, Thailand? Fehlanzeige. Nicht einmal die Kanaren. Die Kieler Ministerriege setzt im Sommerurlaub voll auf Europa. Jamaika ist für keinen der Ressortchefs von CDU, Grünen und FDP ein Thema. Nach Wahlkampf, Koalitionsverhandlungen und Regierungsbildung will sich offenkundig niemand von ihnen übermäßig großem Reisestress aussetzen.

Die Ministerriege der neuen Landesregierung geht in die Ferien. Fernreisen macht keiner, alle bleiben in Europa.

Auch mit dem Wechsel auf den Posten des Ministerpräsidenten haben sich die Urlaubspräferenzen von Daniel Günther nicht geändert. Der CDU-Politiker macht auch in diesem Jahr Sommerferien in Österreichs Bergen. Wandern steht im Urlaubsprogramm des passionierten Joggers ganz oben. Ins Gepäck kommen als Reiselektüre Krimis skandinavischer Autoren.

Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) bleibt ebenfalls bei Gewohntem: Sie wird auf der Ostsee segeln und eventuell noch ein paar Tage in Europas sonnigem Süden anhängen. „Zeit haben, ausschlafen, Natur genießen – darauf freue ich mich am meisten.“ Passend zum Segeln nimmt Heinold Dorit Rabinyans „Wir sehen uns am Meer“ mit an Bord.

Umweltminister Robert Habeck (Grüne) will wie Günther wandern, in den Piemonter Alpen in Italien. Auf Nächte unter Sternenhimmel – auf Sternschnuppen hoffend – freut er sich besonders. Lesen will der neue Digitalisierungsminister „Die Moral in der Maschine“, ein Buch von Oliver Bendel über Roboter- und Maschinenethik.

Sozialminister Heiner Garg (FDP) reist mit seinem Freund für eine Woche zu den Eltern in seine Geburtsstadt Freiburg, um den Geburtstag seiner Mutter nachzufeiern und Freunde zu besuchen und Tagesausflüge in die Schweiz und ins Elsass zu machen. Das soll helfen, nach turbulenten Wochen wieder herunterzukommen. Armistead Maupins „Die Tage der Anna Madrigal“ geht mit auf die Reise.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) verbringt ihren Urlaub in der Provence. Ihre Vorfreude ist groß auf das Zusammensein in der Familie, auf das Licht und die Landschaft in der Provence, auf das französische Essen und den Wein. Die Anreise soll das Hörbuch „Im Labyrinth der Lügen“ von Ute Krause unterhaltsam machen. Das Gepäck steckt voller Bücher: „Ein wenig Leben“ (Hanya Yanagihara), „Here I am“ (Jonathan Safran Foer), „Hundert Zeilen Hass“ (Maxim Biller), „Das gespaltene Land“ (Alexander Hagelüken) und „Die vielen Leben des Jan Six“ (Geert Mak) sind dabei.

Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack wird mit ihrem Mann zwei Wochen mit dem Auto durch Polen reisen. „Ich freue mich am meisten auf neue Eindrücke eines Landes, das ich zuletzt vor 30 Jahren bereist habe und auf etwas freie Zeit“, sagt die CDU-Politikerin. Im Reisegepäck will Sütterlin- Waack den „Atlas der seltsamen Häuser und ihrer Bewohner“ von Niklas Maak, „Einkommen für alle“ von Götz Werner und ein paar Krimis verstauen. Mit Wohnwagen, Fahrrad und Golfbag reist Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) ins Münsterland und nach Ostfriesland. Der von der RockerAffäre geplagte Minister freut sich ganz besonders auf wenig telefonieren. Und seine große Hoffnung? „Nicht allzu viel Regen.“ Seine Bücher wollte Grote erst kurz vor Urlaubsbeginn aussuchen.

Ganz ohne Reisepläne ist Wirtschaftsminister Bernd Buchholz. Der FDP-Politiker, der mit der Überarbeitung der A-20-Planungen ausgelastet ist, hat seinen Urlaub gecancelt. Er will durcharbeiten.

Wolfgang Schmidt

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