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Norddeutschland Nordkirche: Bundeswehr aus Syrien abziehen
Nachrichten Norddeutschland Nordkirche: Bundeswehr aus Syrien abziehen
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18:17 27.02.2016
Gegen Syrien-Einsatz: Andreas Tietze, Präses der Nordkirche.
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Lübeck-Travemünde

Die Synode der Nordkirche hat sich gegen einen Einsatz der Bundeswehr im Syrienkonflikt ausgesprochen. Die Bundesregierung solle den Einsatz militärischer Mittel umgehend beenden, heißt es in einer gestern vom Kirchenparlament beschlossenen Erklärung. „Die Synode ist sich einig in der Einschätzung, dass ein gerechter Frieden nicht mit Waffen gewonnen werden kann“, sagte der Präses der Synode, Andreas Tietze, am letzten Tag der dreitägigen Sitzung. „Die Synode ist der Ansicht, dass eine Friedensperspektive für das vom Bürgerkrieg zerrissene und vom Terrorismus heimgesuchte Syrien nur auf dem Verhandlungsweg erreicht werden kann.“

Am Freitagabend waren zwei kirchliche Flüchtlingsinitiativen aus Hamburg und Schwerin sowie ein Partnerschaftsprojekt zwischen einer Lübecker Gemeinde und einer Kirchengemeinde aus Tansania mit dem Eine-Welt-Preis ausgezeichnet worden. Die Auszeichnungen waren mit insgesamt 6500 Euro dotiert.

Hauptthema der Synode der Nordelbischen Kirche waren die übergemeindlichen Dienste und Werke wie Diakonie, Frauenwerk und Kindertagesstättenwerk. Zwischen diesen Einrichtungen und den Kirchengemeinden bestand in der Vergangenheit oft ein Konkurrenzverhältnis. Die von der Synode erarbeiteten Empfehlungen sehen unter anderem vor, die Zusammenarbeit zwischen diesen Ebenen zu stärken und die Aus- und Fortbildung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter zu verbessern.

Die Nordkirche will den Weg frei machen für Segnungsgottesdienste für homosexuelle Paare. Der Bischofsrat habe sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass sich homosexuelle Paare grundsätzlich in einem öffentlichen Gottesdienst segnen lassen können, sagte der Schweriner Bischof Andreas von Maltzahn gestern vor der Landessynode (Kirchenparlament) in Lübeck-Travemünde. Pastoren sollen aber aus Gewissensgründen eine Segnung ablehnen können. Das entsprechende Gesetz soll im Herbst beraten und später beschlossen werden. Bislang sind Segnungsgottesdienste für homosexuelle Paare nach einer alten Regelung der früheren nordelbischen Kirche möglich, wenn Gemeinde und vorgesetzte Stellen dies befürworten. „Was vorher Ausnahme war, soll zur Regel werden“, sagte von Maltzahn. Nun soll die neue Partnerschaft als Amtshandlung wie eine Trauung ins Kirchenbuch eingetragen werden. Auch Ringe können vor dem Altar getauscht werden.

LN

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