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Norddeutschland Olympia nachts? Da schalten viele aus
Nachrichten Norddeutschland Olympia nachts? Da schalten viele aus
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18:29 06.08.2016
Quelle: Fotos: Schüch (5), Maxwitat; Nordphoto

Wer sich bei den Olympischen Spielen den 100-Meter-Lauf der Männer oder etwa das Freistil-Schwimmen der Frauen ansehen möchte, dem bleibt dieses Mal nur eines:

Auch hierzulande grassiert das Sport-Fieber, aber nur die größten Fans schauen die Spiele auch zu später Stunde.

Wecker stellen oder die Nacht durchmachen. Denn einige Disziplinen werden hierzulande erst nachts um 3 Uhr übertragen. Der Zeitunterschied von fünf Stunden zum Austragungsort Rio de Janeiro kann dann vor allem für eines sorgen: olympische Augenringe.

„Das macht mir nichts, schließlich findet Olympia nur alle vier Jahre statt“, sagt Peter Heiden, Vorsitzender der Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885 (LRG). Wird eine seiner Lieblingsdisziplinen – Hockey, Leichtathletik, Handball, Kanu oder natürlich Rudern – übertragen, sitzt Heiden vor dem Fernseher. Egal, ob es draußen schon stockduster ist. „Das Gute: Meine Frau ist da genauso wie ich, und so muss keiner leise allein aufstehen.“ Immerhin: Der Lübecker Ruderer Max Munski tritt zu einer ganz angenehmen Tageszeit an: kommenden Sonnabend ab 16 Uhr. Dann ist das Rennen am Geniner Ufer auf einer LED-Leinwand zu sehen. Dort wird das Fernsehereignis mit einem Sporttag verbunden. „Ich wäre aber auch nachts zum Public Viewing gegangen“, bekräftigt Heiden noch einmal.

Die Fans des Schwimmsports haben es da schon schwerer. Wenn Paul Biedermann am kommenden Dienstag für die 4 x 200-Meter-Staffel vom Startblock springt, ist es hier schon mitten in der Nacht. Holger Bull, Fachwart für Schule und Verein beim schleswig-holsteinischen Schwimmverband, sieht das aber entspannt. „Natürlich versucht man viel live im Fernsehen anzusehen, aber extra nachts aufstehen werde ich nicht“, sagt er. „Da reicht mir die Zusammenfassung in der Zeitung oder im Fernsehen.“

Auch Ursel Ahnfeldt, Vize-Präsidentin im schleswig-holsteinischen Leichtathletikverband setzt in Sachen olympischer Live-Übertragung Prioritäten. „Ich schaue die Spiele so, wie es zeitlich passt. Nur wenn unsere Maya Rehberg antritt, sind wir natürlich alle dabei.“ Die Bad Segebergerin erscheint unter anderem am kommenden Sonnabend zum Hürdenlauf über 3000 Meter im Stadion. „Das werden wir natürlich intensiv verfolgen“, sagt Ahnfeldt.

Aber nicht nur die Leichtathleten, auch die Segler können auf viel Unterstützung aus Schleswig-Holstein hoffen. „Wir haben unseren Mitgliedern alle Zeiten der Regatten durchgegeben“, sagt Jens Brendel, 1. Vorsitzender des Segler-Verbands Schleswig-Holstein. Da wird dann notfalls auch gemeinschaftlich nachts durchgeguckt. Brendel ist zuversichtlich: „Wenn unsere Jungs und Mädels so super segeln wie in der Vorbereitung, werden sie in Rio spitze sein.“

Lena Modrow

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