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Orkantief "Sebastian" fegt über den Norden

Lübeck Orkantief "Sebastian" fegt über den Norden

Das Sturmtief "Sebastian" traf am Mittwoch vor allem die Nordseeküste, aber auch an der Ostsee wüteten die Böen. Die Zugverbindungen waren unterbrochen, Bäume blockierten Straßen, Strom fiel aus.

Im Gleisdreieck in Lübeck kippten zwei Bäume auf die Straße. 

Quelle: Holger Kröger

Lübeck. Kitas schließen, Fähren stellen den Betrieb ein: Herbst-Orkan "Sebastian" zieht über den Norden und bringt schon vorab einiges durcheinander. Hier geht es zur Bilder-Galerie.

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Der Deutsche Wetterdienst gab heute Entwarnung: Zwar bleibe es regnerisch und kühl, Sturmböen gebe es aber kaum noch. „Anfangs ist es vor allem an der See und im Bergland noch windig, am Wochenende flaut der Wind allgemein ab“, sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach. 

Der Südweststurm über der Ostsee sorgte heute Morgen an der Schleswig-Holsteinischen Küste für Niedrigwasser. 

In der Ostsee und in der Trave herrscht durch den Sturm am Donnerstagmorgen Niedrigwasser.

In der Ostsee und in der Trave herrscht durch den Sturm am Donnerstagmorgen Niedrigwasser.

Quelle: Helge von Schwartz

Am Mittwoch zählte die Regionalleitstelle der Polizeidirektion Lübeck  bis 20 Uhr für ihren Zuständigkeitsbereich circa 170 sturmbedingte Einsätze. Für den Bereich Lübeck und Ostholstein wurden 98 Fälle gemeldet. Zum überwiegenden Teil handelte es sich dabei um entwurzelte Bäume, abgeknickte Verkehrszeichen und umgeworfene Bauzäune. Im Rahmen der Aufräumarbeiten musste die Polizei Straßen und Wege kurzfristig absperren.

Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Personen verletzt worden. Die Höhe der Sachschäden lässt sich derzeit noch nicht beziffern.

Die Feuerwehren in Schleswig-Holstein mussten wegen des Herbststurm „Sebastian“ bis Donnerstagmorgen rund 1300 Mal zu Einsätzen ausrücken. Das teilte der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein mit. Vor allem an der Westküste gingen zahlreiche Notrufe wegen umgeknickter Bäume, loser Äste und umherfliegender Dachpfannen, Verkehrsschilder und Strandkörbe ein. Eine Frau wurde am Mittwoch in Wyk auf Föhr von einem abgeknickten Ast getroffen. Sie kam ins Krankenhaus. Berichte über mögliche weitere Verletzte lagen der Feuerwehr nicht vor.

Am Berlinerplatz in Lübeck hat Sturm "Sebastian"  das Wahlplakat von Martin Schulz erwischt.

Am Berlinerplatz in Lübeck hat Sturm "Sebastian"  das Wahlplakat von Martin Schulz erwischt.

Quelle: Holger Kröger

Der Zug in Reinfeld fuhr gegen 19.15 Uhr langsam in Richtung Lübeck weiter. 

An der B 75  fielen einige Bäume Sturmtief "Sebastian" zum Opfer unter anderem an der Bahnbrücke. Die Feuerwehr Hamberge ist im Aufräumeinsatz. Die Bäume hätten wegen des weichen und nassen Bodens keinen festen Stand, sagte Helge Trabert gesagt, Sprecher der Wehr in Hamberge.

Die Feuerwehr Hamberge ist im Aufräumeinsatz

Die Feuerwehr Hamberge ist im Aufräumeinsatz

Quelle: Markus Carstens

Die Polizeileitstelle in Lübeck zählte bis 19 Uhr 151 Einsätze wegen des Sturms in den Kreisen Lübeck, Lauenburg, Stormarn und Ostholstein .  Die Feuerwehr hatte in Lübeck 31 Einsätze. 

Gegen 18.45 Uhr ist auch zwischen Reinfeld und Lübeck ein Baum auf die Gleise gefallen. Der Zugverkehr ist wieder eingestellt. Die Fahrgäste in Reinfeld versuchten sich abholen zu lassen oder mit dem Bus weiter zu kommen. 

Reisende lassen sich nun abholen oder versuchen mit Bus weiterzukommen.

Reisende lassen sich nun abholen oder versuchen mit Bus weiterzukommen.

Quelle: Markus Carstens

In  Großhansdorf saßen gegen 18 Uhr  60 Menschen in einem Zug fest. Ein Baum war auf die Gleise gefallen. Die Strecke wurde geräumt. Ebenfalls in Großhansdorf war am Abend der Strom ausgefallen. 

Die Strecke der Nordbahn zwischen Bad Segeberg und Neumünster ist derzeit auch wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Die Verbindungen um 18.03 und 19.03 sind ausgefallen. Derzeit rechnet die Nordbahn damit, dass die Störung gegen 20 Uhr behoben sein wird. 

In der Helmholtzstraße wurde eine Rentnerin von einer Böe erfasst und zu Boden geschleudert. Die Frau musste ins Krankenhaus. 

Die Kronsforder Hauptstraße Höhe Forsthausschneise  in Lübeck musste gesperrt werden, weil ein Baum die Straße blockierte. Am Berliner Platz hat der Sturm eins von den Wahlplakaten erwischt und umgeweht. Beim Sportplatz Vorwerk musste die Feuerwehr Zelte sichern, die drohten auf die A 1 zu wehen. 

Für den Kreis Segeberg meldete die Rettungsleitstelle in Norderstedt bis zum Abend "weit über 70 Einsätze". Vor allem habe es sich um ungestürzte Bäume und vereinzelt um heruntergefallene Dachziegel gehandelt. Verletzte durch den Sturm gab es im Kreis bislang nicht. Auch größere Schäden wurden zunächst nicht bekannt. Die Einsatzschwerpunkte lagen laut Leitstelle vor allem im Raum Bad Bramstedt, Norderstedt und Henstedt-Ulzburg. Die Kreisstadt Bad Segeberg sei bislang dagegen weitestgehend vom Sturm verschont geblieben, Meldungen über Einsätze lagen hier nicht vor. 

Der Bahnverkehr stand gegen 18.51 Uhr am Bahnhof Rendsburg . Es fuhr keine Züge und  kein Schienenersatzverkehr.

Die A7 im Verlauf der Rader Hochbrücke war für Stunden voll gesperrt. Ein Lkw-Anhänger war oben auf der Brücke aufgrund des Sturms umgekippt. Mittlerweile konnte der Lkw-Anhänger aufgerichtet werden. Um Rendsburg herum ist momentan extrem dichter Verkehr. Alle Umleitungsstrecken sind überlastet.

Der Regionalexpress von  Hamburg nach Lübeck steckt bei Ahrensburg fest und hatte 85 Minuten Verspätung. Grund ist ein Baum auf der Oberleitung.  Es kam zu Ausfällen und Verspätungen in beiden Richtungen.

Es kam auch gegen 18 Uhr noch zu Verspätungen.

Es kam auch gegen 18 Uhr noch zu Verspätungen.

Quelle: Markus Carstens

Gegen 17 Uhr fuhren die Züge wieder. Die Strecke der Regionalbahn zwischen  Lübeck und Ahrensburg ist wieder frei. “Heute Mittag war ein Baum umgekippt und musste beseitigt werden”, sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. “Inzwischen läuft der Betrieb wieder.” 

Leserin Maike Behrens schickte uns dieses Foto, sie sitzt im Zug.

Leserin Maike Behrens schickte uns dieses Foto, sie sitzt im Zug.

Quelle:

In Lübeck musste die Straße Im Gleisdreieck gesperrt werden weil zwei Bäume auf die Straße kippten und weggeräumt werden mussten. In ganz Lübeck ist die Feuerwehr zur Zeit mit kleineren Sturmeinsätzen beschäftigt. Am Wakenitzufer fiel ein großer Ast auf ein Auto. 

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Sturmtief Sebastian bescherte am Mittwoch auch den Feuerwehren im Lauenburgischen einiges an Arbeit. Dutzende Einsätze mussten die Einsatzkräfte abarbeiten. Meistens waren durch den Sturm die noch belaubten Bume in Mitleidenschaft gezogen worden. In Geesthacht stürzte ein Baum auf den Winterhuder Stieg in der Oberstadt, ganz in der Nähe landete am Farmsener Weg ein Baum auf einem Auto. Verletzt wurde niemand. In Kollow drohte eine mächtige Kastanie auf ein Wohnhaus zu fallen. 

„Der erste Sturm in diesem Herbst ist vergleichsweise früh dran“, sagte ein DWD-Meteorologe.

Klicken Sie hier, um die Sicherheitstipps und Warnungen von Feuerwehr und Meteorologen zu sehen:

Klicken Sie hier, um Tipps von Feuerwehr und Wetterexperten zu sehen, wie Sie sich bei Sturm verhalten sollten, um möglichst keinen Schaden oder Verletzungen davon zu tragen.

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Sturmtief „Sebastian“ war am Mittwoch mit einem Tempo von bis zu 150 Kilometern pro Stunde über das Land hinweggefegt. In Hamburg starb ein Mann, als ein Baugerüst umstürzte und ihn unter sich begrub. Im Hochsauerlandkreis erschlug eine 20 Meter hohe Fichte einen 53-Jährigen. In Wyk auf Föhr wurde eine 70-Jährige von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt.

Die Kreuzfahrtschiffe „AIDAvita“ und „Europa“ verlängerten wegen des Sturmtiefs ihren Aufenthalt im Kieler Hafen sicherheitshalber um eine Nacht. In Hamburg stand der Fischmarkt unter Wasser. Bei Emmendingen in Baden-Württemberg fiel ein Baum an der Rheintalstrecke auf eine Oberleitung. Die Strecke nördlich von Freiburg wurde in beiden Richtungen gesperrt. Auch im benachbarten Waldkirch blockierte ein Baum die Bahnstrecke.

Die Stadt Flensburg schloss wegen der Sturmwarnungen die städtische Kindertagesstätten und empfahl den Schulen, ebenfalls zu schließen. Der Norddeutsche Wetterdienst habe für Sturmtief „Sebastian“ ähnliche Windgeschwindigkeiten wie bei Sturm Christian vorausgesagt, teilte die Stadt mit. 

Kitas schließen, Fähren stellen den Betrieb ein: Herbst-Orkan "Sebastian" zieht über den Norden und bringt schon vorab einiges durcheinander. Hier geht es zur Bilder-Galerie.

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Die gestrige Warnung im Wortlaut: "Es können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!"

Nach Hunderten Einsätzen wegen umgestürzter Bäume, abgelöster Dachziegeln und abgebrochenen Äste beruhigte sich am Donnerstag die Lage auch für die Rettungskräfte. Bei nachlassendem Wind gab es keine neuen Schäden.

Nahe Grimmen in Mecklenburg-Vorpommern schleuderte ein Autofahrer bei Regen und wohl zu hohem Tempo von der A20 in einen Graben - der Fahrer, die Beifahrerin und deren Tochter kamen in eine Klinik. Bei Rehna wurde ein Mensch verletzt, als ein Ast während der Fahrt auf seinen Wagen fiel. In Grevesmühlen krachte ein Baum auf ein Haus.

Auch in Niedersachsen gab es viele Verletzte: Auf der Bundesstraße zwischen Soltau und Neuenkirchen wurde eine 64 Jahre alte Frau in ihrem Wagen von einer entwurzelten Eiche getroffen. Durch den Aufprall des Baums verlor die Frau die Kontrolle über ihr Auto, das frontal gegen einen Baum fuhr. Sie wurde schwer verletzt. Auf der A27 durchschlug ein herumfliegender Ast eine Lkw-Scheibe, der 62-jährige Fahrer aus Berlin kam in eine Klinik.

Detaillierte Warninformationen erhalten Sie unter http://www.wettergefahren.de.

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