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P&R: Gebührenpflicht zahlt sich aus

Hamburg P&R: Gebührenpflicht zahlt sich aus

Die Empörung war in und um Hamburg groß, als vor drei Jahren Gebühren für Park&Ride eingeführt wurden. Die Aufregung hat sich gelegt, die Auslastung steigt wieder – und die Anlagen sind in dichter werdenden Verkehrsströmen ein Puffer.

Hamburg. Wer in Park&Ride-Anlagen in Hamburg sein Auto abstellt, muss mittlerweile in nahezu allen Anlagen eine Gebühr bezahlen. Vier Stellflächen in Ohlstedt und Schnelsen, am Hochkamp und bei Hagenbecks Tierpark sollen neben den bereits 26 kostenpflichtigen Anlagen im ersten Halbjahr 2018 noch auf das bezahlte Parken umgestellt werden, sagt der Geschäftsführer der stadteigenen P+R-Betriebsgesellschaft mbH, Klaus Uphoff.

Unterm Strich hat sich die Mitte 2014 eingeführte Entgeltpflicht für Pendler ausgezahlt, auch wenn es damals einen öffentlichen Aufschrei gab. „Die Entgeltpflicht ist akzeptiert. Zumal das Parken in der Innenstadt deutlich teurer wäre“, sagte Uphoff – und: „Wir haben die Anlagen von Fremdnutzern befreit, die dort ihren Zweit- oder Drittwagen geparkt haben.“ Zwar ging die Auslastung mancher Anlagen wie zum Beispiel von zweien in Bergedorf von mehr als 90 Prozent zunächst auf um die 60 Prozent (2015) zurück, legte im Folgejahr 2016 aber wieder auf 83 bis 94 Prozent zu.

An anderen Standorten geht der Trend ebenfalls wieder nach oben.

Der Geschäftsführer nennt mehrere Gründe für die wieder gestiegene Nachfrage: Die Anlagen seien durch Videoüberwachung, Notrufanlagen und mehr Sauberkeit sicherer und damit für die Kunden attraktiver geworden. Baustellen mit Staugefahr begünstigten den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel.

Für die Betreibergesellschaft haben sich die Parkgebühren positiv ausgewirkt: Musste die Stadt vor 2014 noch Verluste von einer halben Million Euro (2013) ausgleichen, werden seit 2015 schwarze Zahlen geschrieben. 2016 gab es aus dem P+R-Entgelt einen Überschuss von einer Million Euro, von dem 583 000 Euro an die Stadt abgeführt wurden. Die restlichen Mittel werden investiert.

Insgesamt bietet P&R rund 8700 Stellplätze an Strecken der U- und S-Bahnen. Auf lange Sicht soll auch das Bezahlen per Handy möglich sein.

LN

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