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Norddeutschland Piraten kämpfen gegen den Stau
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21:16 01.07.2016

Autofahrer in Schleswig-Holstein landen nach Ansicht der Piraten im Landtag unnötig in Staufallen, weil viele Brücken noch nicht mit Straßencodes markiert sind.

Uli König verlangt, Brücken mit Codes zu markieren. Quelle: Lutz Roeßler

Sperrungen und Umleitungen werden daher oft nicht an Navigationsgeräte übermittelt. Als Beispiel nennt der Landtagsabgeordnete Uli König, verkehrspolitischer Sprecher der Piraten, die Possehlbrücke in Lübeck: „Auch diese Teilsperrung taucht in keinem Navi auf und beschert den Fahrern kurz vor dem Ziel bis zu 30 Minuten Umweg.“ Er fordert nun, dass alle öffentlichen Brücken codiert werden. Denn mittelfristig müssen in Schleswig-Holstein nach Auskunft des Verkehrsministeriums in Kiel mehr als 20 Brücken instandgesetzt oder gar neu gebaut werden.

Informationen über Straßenbaumaßnahmen werden vom Land an die Polizei gemeldet. Neben der Verkehrsmeldung, die dann im Radio zu hören ist, wird eine codierte Fassung etwa an Navigationsgeräte übertragen. Diese können dann vor Staus warnen oder direkt eine Alternativroute berechnen. Die sogenannte Location Code List (LCL) beschreibt feste Punkte wie Rastplätze und Ausfahrten an Straßen.

Sie wird von den Ländern gepflegt und regelmäßig von der Bundesanstalt für Straßenwesen zusammengeführt. Die Liste hat nach Angaben Königs insgesamt 49037 Einträge für Deutschland.

Schleswig-Holstein ist mit 1722 Einträgen vertreten. „Das sind unterdurchschnittlich viele Datensätze“, kritisiert der Politiker. Er will das Thema in der kommenden Landtagssitzung zur Sprache bringen.

Sein Antrag sieht vor, in einem ersten Schritt öffentliche Brücken, deren Sanierung, Abriss oder Neubau absehbar ist, an die Bundesanstalt für Straßenwesen zu melden. Weiterhin wird die Landesregierung aufgefordert, Sperrungen von Straßen und Brücken sofort zu verbreiten, so dass Navigationssysteme diese Sperrungen in Echtzeit berücksichtigen können. So könnten unnötige Staus im Land vermieden und die Nerven der Autofahrer geschont werden, argumentiert König. Schließlich würden Navigationssysteme den überwiegenden Teil der nicht ortskundigen Auto- und Lkw-Fahrer durch Schleswig-Holstein leiten.

jup

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