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Norddeutschland Politiker in Schulen: Idee kommt gut an
Nachrichten Norddeutschland Politiker in Schulen: Idee kommt gut an
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21:20 08.07.2016

Der neue Erlass zur politischen Bildung der Kieler SPD-Bildungsministerin Britta Ernst kommt bei den Schulen im Land offenbar gut an. In ihm werden die Schulen aufgefordert, mehr Politiker zu Veranstaltungen im Unterricht einzuladen, auch und gerade in den heißen Wahlkampfphasen sechs Wochen vor einem Urnengang in Kommune, Land, Bund oder in Europa.

Von einer „Vereinfachung“ spricht Volker Schmidt, Rektor der Möllner Gemeinschaftsschule. Man habe zwar auf Initiative der Fachschaften Geschichte und Wirtschaft/Politik schon immer Politiker, vor allem aus der Region, in der Schule zu Gast gehabt, habe vorher aber bislang oft die Rechtsabteilung der Schulämter um Rat fragen müssen, was erlaubt sei. „Es ist jetzt manches einfacher“, sagt auch Christian Petersen, Leiter des Lübecker Ernestinengymnasiums. Jede Regelung, die wegfalle, sei ein Hemmschuh weniger. Auch er betont aber, dass die Schule schon immer regen Kontakt zu Politikern gehabt habe. Man fahre auch regelmäßig mit den Schülern nach Berlin in den Bundestag. „Das Verfahren wird vereinfacht“, sagt auch Rüdiger Hildebrandt, Schulleiter der beruflichen Schulen des Kreises Stormarn in Bad Oldesloe. Man habe aber auch bisher schon Politiker eingeladen, vor der Europawahl zum Beispiel zu einer großen Podiumsdiskussion.

Bei den Landtagsfraktionen kommt der Erlass gut an. Sie hatten sich im Oktober 2015 auf einen Zehn-Punkte-Plan verständigt, um die Wahlbeteiligung wieder zu erhöhen. Ein Bestandteil war damals die Aufforderung an das Bildungsministerium, die Demokratie in der Schule „erlebbarer“ zu machen.

Die CDU lobt den Entwurf. „Grundsätzlich geht dieser Erlass in die richtige Richtung“, sagt auch die FDP- Landtagsabgeordnete Anita Klahn. Anke Erdmann von den Grünen hält den Erlass für „genau richtig“. Er öffne die Türen der Schule ein wenig weiter. Bei Podiumsdiskussionen von Landtagsabgeordneten zeige sich immer wieder, dass man gar nicht so scharf aufeinander losgehe, wie manchmal im Plenum des Landtags, sondern dass man sich wertschätze und aufeinander eingehe und einen über Parteigrenzen hinweg mehr verbinde als trenne, sagt die Grüne. „Es ist doch gerade für Schülerinnen und Schüler interessant, das auch einmal zu erleben.“

wh

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