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Norddeutschland Polizei übt Anti-Terror-Kampf
Nachrichten Norddeutschland Polizei übt Anti-Terror-Kampf
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21:16 19.04.2017
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Hamburg

Schüsse krachen, ein Sprengsatz explodiert, Verletzte liegen schreiend am Boden. Es sind gestellte Szenen einer Anti-TerrorÜbung der Hamburger Polizei, aber sie lassen erahnen, was auf die Beamten zukommen könnte. Nach den verheerenden Anschlägen von Paris und Brüssel hat Hamburg ein neues Anti-Terror-Konzept aufgestellt.

Schwer bewaffnete Polizisten rücken zur Übung aus. Quelle: Foto: Bockwoldt/dpa

Im vergangenen Jahr hat die Innenbehörde neue Ausrüstung für 4,5 Millionen Euro angeschafft. Nun wird der Einsatz mit den neuen Sturmgewehren, Schutzwesten und Helmen geübt, erstmals im Zusammenspiel mit Spezialkräften. Bereits 70 Streifenwagen in ganz Hamburg haben diese Dinge im Kofferraum. Jeder Beamte soll wissen, was zu tun ist, sollte es in Hamburg einen Terroralarm geben.

Die erste Übungsszene beginnt mit krachenden Salven auf dem Gelände der Reichspräsident-EbertKaserne in Hamburg-Osdorf. Kurz darauf fahren mehrere Streifenwagen heran. Die Beamten steigen aus und legen die Ausrüstung an. Über Funk kommt die Durchsage, dass es bereits Verletzte gibt. Die Täterbeschreibung lautet: „Männliche Person, dunkel gekleidet.“ Die Polizisten formieren sich in zwei Trupps, Sturmgewehre im Anschlag. „Go!“, ruft der Einsatzleiter. Ein Auto, Bäume, Hausecken und ein Fahrradschuppen werden als Deckung genutzt. Zwei Schwerverletzte liegen schreiend auf dem Boden vor dem Gebäude, in dem sich der Täter aufhält.

Zunächst kann ihnen niemand helfen, denn sie befinden sich im Schussfeld des Terroristen. Sechs Zivilisten flüchten aus dem Gebäude auf die Polizisten zu. „Macht doch was!“, brüllt einer die Beamten an. Plötzlich stürmt der Täter um sich schießend aus dem Eingang. Die Beamten feuern – mit Platzpatronen – und der Terrorist stürzt filmreif auf den Rasen.

„Das sind Täter, die auf uns warten“, sagt der Leiter der Bereitschaftspolizei, Joachim Ferk, über die Art von Terroristen, mit denen die Polizei in Paris und Brüssel fertig werden musste. „Wir werden auch in den eigenen Reihen mit Verlusten rechnen müssen.“

Das sei keine Showveranstaltung gewesen, betont Innensenator Andy Grote (SPD) anschließend. Auch die normalen Streifenbeamten müssten geschult werden. „Wir haben eine unverändert hohe, aber abstrakte terroristische Gefahr.“ Das gelte ganz unabhängig vom G20-Gipfel, der am 7. und 8. Juli in Hamburg stattfindet. Zugleich betont der Senator: „Hamburg ist sehr sicher.“

LN

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