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Norddeutschland Polizei will gegen Einbrecher aufrüsten
Nachrichten Norddeutschland Polizei will gegen Einbrecher aufrüsten
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21:12 23.05.2016

Gegen die dramatisch steigende Zahl von Wohnungseinbrüchen wollen die Polizeibehörden der Bundesländer sowie des Bundes aufrüsten. Allein im Vorjahr stiegen diese Delikte deutschlandweit um 9,9 Prozent auf 167136 Fälle. Im Norden schlugen Einbrecher 8456-mal zu, was einem Anstieg von 12,3 Prozent entspricht, teilte das Innenministerium in Kiel mit.

Die Aufklärungsquote im Land ist dagegen von 12,9 auf 8,9 Prozent gesunken. Das ist noch weniger als der Bundesdurchschnitt von ebenfalls mickrigen 14,1 Prozent. Besonders der Kampf gegen organisiert vorgehende Einbrecherbanden aus Ost- und Südeuropa stellt die Polizeien vor neue Herausforderungen.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon (CDU), kündigte vor diesem Hintergrund die Aufstockung der Polizeikräfte in sämtlichen Bundesländern an. Der Bund verstärkt in den kommenden drei Jahren das Bundeskriminalamt um 500 sowie die Bundespolizei um 3500 Beamte. Es sollen einheitliche IT-Systeme, gemeinsame Standards bei der Bearbeitung der Einbruchsfälle sowie eine effektivere Zusammenarbeit mit Europol und länderübergreifende Ermittlungen und Fahndungen nach Tätern geben, kündigte Bouillon an. Mit den Herkunftsländern von Einbrecherbanden, etwa Georgien, Bulgarien oder Rumänien, werde die bilaterale Zusammenarbeit verstärkt. Weil etwa Georgier mit krimineller Absicht in Deutschland Asyl beantragten, um dann hier Einbrüche zu verüben, wurde mit dem Innenministerium in Tiflis ein Sicherheitsabkommen geschlossen, das etwa die Rückführung krimineller Georgier regele, erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU).

Der Kieler Innenminister Stefan Studt (SPD) räumte ein, dass Wohnungseinbrüche eines der Hauptprobleme des Landes seien. Die polizeiliche Einsatz- und Ermittlungsarbeit dagegen wurde intensiviert.

Zugleich forderte er die Bürger zu mehr Schutzmaßnahmen an Wohnungen und Häusern auf.

rz

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