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Norddeutschland Polizist hortete Waffen und Nazi-Andenken
Nachrichten Norddeutschland Polizist hortete Waffen und Nazi-Andenken
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23:43 23.01.2016

. Bei einem Hamburger Polizeibeamten haben Zollfahnder nach Informationen des Hamburger Magazins „Spiegel“ ein Waffenlager und Nazi-Devotionalien entdeckt. Die Staatsanwaltschaft Lübeck ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen den Mann, sagte gestern der Hamburger Polizeisprecher Holger Vehren. Gegen den Beamten, der bei der Polizei in Hamburg-Niendorf arbeitet, sei ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Die Staatsanwaltschaft Lübeck war gestern nicht für weiterführende Informationen zu erreichen.

Laut „Spiegel“ wurden in der Wohnung des Polizeibeamten in Schleswig-Holstein fast tausend Waffen, Waffenteile und Patronen sowie zahlreiche Nazi-Devotionalien gefunden — darunter eine Pumpgun, ein Scharfschützengewehr, eine Maschinenpistole, eine Hakenkreuzfahne, die Reichskriegsflagge und ein Koppelschloss mit Hakenkreuz und der Prägung „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen“, heißt es in dem Bericht des Magazins.

„Der Umfang dieser Waffensammlung ist uns nicht bekannt“, sagte Polizeisprecher Vehren. „Das wollen wir mit der Staatsanwaltschaft Lübeck aufhellen.“ Bisher habe die Hamburger Polizei jedoch keine Hinweise darauf, dass der Beamte rechtsradikales Gedankengut habe.

„Wir prüfen jetzt, ob auch hinsichtlich der Nazi-Devotionalien ein Straftatbestand vorliegt“, sagte der Lübecker Oberstaatsanwalt Ralf Peter Anders dem „Spiegel“.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war, dass der Zoll in Mölln (Kreis Herzogtum Lauenburg) in einem an den Beamten adressierten Paket aus China laut „Spiegel“ ein Hilfsmittel für Schusswaffen entdeckte, eine Laserzieleinrichtung. Da solche Geräte in Deutschland verboten sind, habe das Amtsgericht Lübeck einen Durchsuchungsbeschluss erlassen. Am 24. November sei die Wohnung des Beamten durchsucht worden. In welchem Ort der Polizist wohnt, blieb zunächst unklar.

LN

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