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Norddeutschland Pommes-Streit: Imbiss-Chef muss doch in Haft
Nachrichten Norddeutschland Pommes-Streit: Imbiss-Chef muss doch in Haft
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22:22 28.06.2013

Das Landgericht Kiel verurteilte den 41-Jährigen wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und illegalen Waffenbesitzes zu viereinhalb Jahren Haft. Anders als Staatsanwalt und Verteidigung ging das Schwurgericht nicht von Notwehr aus, sondern von einem Angriffswillen des Angeklagten.

Das Urteil fiel dennoch relativ milde aus, weil die Kammer einen minderschweren Fall annahm. Für versuchten Totschlag drohen bis zu 15 Jahre Haft. Verteidiger Dirk Petersen kündigte aber dennoch bereits an, Revision einzulegen. Der Staatsanwalt will Rechtsmittel nach der schriftlichen Urteilsbegründung prüfen. Vor dem Schuss hatte sich ein Gast über angeblich zu harte Pommes beschwert, die der Sohn des Angeklagten zubereitete. Danach prügelten Vater und Sohn auf den Mann ein. Als dessen 26-jährige Bekannter wenig später davon hörte, wollte er ihn rächen. Er forderte den Angeklagten auf, vor die Tür zu kommen und eine Waffe mitzubringen. Er selber habe auch eine. Das war aber nicht der Fall, wie das Gericht feststellte. Draußen kam es dann zu einer Art Showdown. Das Leben des Opfers konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden.

LN

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