Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Pottwal-Bergung im Wattenmeer beendet
Nachrichten Norddeutschland Pottwal-Bergung im Wattenmeer beendet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:01 06.02.2016
Gestrandete Pottwale im Kaiser Wilhelm Koog kurz vor dem Abtransport. Quelle: dpa
Anzeige
Kaiser-Wilhelm-Koog

Die Bergung der im Wattenmeer vor Dithmarschen in Schleswig-Holstein entdeckten Pottwale ist beendet. Die beiden letzten der insgesamt zehn Kadaver wurden in der Nacht zum Sonnabend mit einem Schiff in den Meldorfer Hafen geschleppt, sagte eine Sprecherin der Nationalparkverwaltung.

Die Tonnen schweren Kolosse waren mehrere Kilometer vom Festland entfernt auf zwei Sandbänken im Wattenmeer vor Büsum entdeckt worden. Sie wurden mit Hilfe einer Raupe an den Flutsaum geschleppt, damit sie dort vom Schiff an den Haken genommen werden konnten.

Anschließend sollten die zwei Pottwale ebenso wie sieben der vor Kaiser-Wilhelm-Koog verendeten Tiere untersucht werden. So soll geklärt werden, warum die Riesen strandeten. Dazu hat die Leiterin des Büsumer Instituts für terrestrische und aquatische Wildtierforschung (ITAF) an der Tierärztlichen Hochschule Hannover ein internationales Expertenteam geholt.

Der durch Faulgase stark aufgeblähte und teilweise geplatzte achte Kadaver aus dem Kaiser-Wilhelm-Koog wurde am Sonnabend in einem speziellen Muldenkipper direkt in eine Tierkörperwertungsanstalt nach Niedersachsen gebracht.

Für einige Walskelette gibt es schon Abnehmer: „Die Universität Rostock, das Meeresmuseum Stralsund und die Tierärztliche Hochschule Hannover haben schon Interesse bekundet“, sagte Alina Claußen von der Nationalparkverwaltung.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige