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Norddeutschland Pottwale fanden kaum Nahrung
Nachrichten Norddeutschland Pottwale fanden kaum Nahrung
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21:19 18.01.2016
Präparatoren bereiten in Gießen eine Flosse des Helgoländer Pottwals für die Verladung vor. Quelle: dpa

Die Entsorgung der zwei auf Wangerooge gestrandeten Pottwale kommt zügig voran. Die Zerlegung der zwölf und 13 Meter langen Tiere könnte heute abgeschlossen werden, teilte das niedersächsische Umweltministerium mit. Das Skelett des größeren Wales nehme der niederländische Walpräparator Aart Walen mit nach Holland, sagte Wangerooges Bürgermeister Dirk Lindner. „Wir hoffen, dass das präparierte Skelett im Frühjahr 2017 fertig ist.“

Die Tiere haben in der Nordsee wohl nicht ausreichend Nahrung gefunden. Im Magen des einen Pottwals habe man nur einen einzigen Tintenfischschnabel entdeckt, sagte Walen. Normalerweise enthalte der Magen eines Pottwals etwa 20 bis 100. „Die Pottwale haben möglicherweise gehungert und schon von ihrem eigenen Fett gelebt“, so Walen. Für diese These spreche auch das vergleichsweise geringe Körpergewicht der beiden Jungbullen. Auf Wangerooge soll das Skelett eine Heimat vor dem Nationalparkhaus erhalten. Die Präparationskosten von 70000 Euro will Lindner über Spenden finanzieren. Auch vom zweiten Wangerooger Pottwal sollen nach Angaben des Ministeriums Teile des Skeletts präpariert werden. Mögliche Ursachen für das Verenden der Tiere und ihre Strandung müssten weitere Untersuchungen klären. Ergebnisse lägen noch nicht vor, sagte ein Ministeriumssprecher.

Binnen einer Woche waren in der Nordsee zwölf junge Pottwale verendet und vor den Küsten Niedersachsens, Schleswig- Holsteins und der Niederlande gestrandet. Die Überreste eines vor Helgoland gestrandeten Pottwals sind an der Uni Gießen angekommen. In den kommenden Monaten sollen die Knochen so behandelt werden, dass sie ausgestellt werden können.

LN

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