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Norddeutschland Drogenbande geht auf „Deal“ vor Gericht ein
Nachrichten Norddeutschland Drogenbande geht auf „Deal“ vor Gericht ein
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14:49 05.12.2018
Die Geschäfte der Bande waren im Juni bei einer Großrazzia mit 160 Beamten an der Mecklenburgischen Seenplatte und in Hamburg aufgeflogen. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
Neubrandenburg

Im Prozess um bandenmäßigen Drogenhandel am Landgericht Neubrandenburg kommen auf die Angeklagten Strafen zwischen zweieinhalb und fünf Jahren Haft zu. Das haben die beteiligten Seiten – Landgericht, Staatsanwaltschaft und Verteidiger – am Mittwoch in Neubrandenburg vereinbart, wie Richterin Nicola Schmidt-Nissen erklärte. Alle drei Angeklagten im Alter von 39, 30 und 28 Jahren sagten daraufhin zu, Geständnisse abzulegen, auch um den ansonsten aufwendigen Prozess abzukürzen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern aus der Müritz-Region bandenmäßigen Drogenhandel in mindestens acht Fällen vor. Ihre Geschäfte waren im Juni bei einer Großrazzia mit 160 Beamten an der Mecklenburgischen Seenplatte und in Hamburg aufgeflogen.

Nach mehreren Besprechungen hatten sich am Mittwoch alle Seiten auf einen „Deal“ geeinigt, der für den mutmaßlichen Haupttäter – den einschlägig vorbestraften 39-Jährigen – zwischen vier und fünf Jahren Freiheitsstrafe vorsieht. Für den 28-Jährigen sollen zwischen drei und vier Jahren Haft, beim Dritten zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Jahren Haft verhängt werden.

Razzia mit 160 Beamten in Waren und Dörfern der Region

Für die jeweiligen Geständnisse, die danach abgelegt wurden, schloss die Kammer die Öffentlichkeit jedoch aus. Der Antrag kam von Anwalt Peter-Michael Diestel und seine Kollegen schlossen sich an, auch die Staatsanwaltschaft stimmte zu. Grund sei die Sicherheit der Angeklagten und ihrer Angehörigen, denn die Vorfälle seien der organisierten Kriminalität zuzuordnen, sagte die Richterin. Damit könnten Namen von Komplizen und Verantwortlichen genannt werden, die für die Ermittlungen wichtig seien.

Das Trio aus Waren an der Müritz und Umgebung soll mit weiteren Verdächtigen – insgesamt zwölf – über ein Jahr lang kiloweise Betäubungsmittel unter anderem aus Hamburg besorgt und gewerbsmäßig vertrieben haben. Bei der Razzia mit 160 Beamten im Juni waren 15 Gebäude und Grundstücke in Waren und Dörfern der Region sowie in Hamburg durchsucht worden. Dabei wurden Kokain, Amphetamine, Marihuana und Ecstasy-Pillen in größeren Mengen sowie eine sechsstellige Summe Bargeld beschlagnahmt. Der Prozess soll am 10. Dezember fortgesetzt werden.

RND/dpa

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