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Norddeutschland Prozess: Bewährungsstrafe für Hundezüchter
Nachrichten Norddeutschland Prozess: Bewährungsstrafe für Hundezüchter
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18:29 13.08.2016

Wegen gewerbsmäßigen Betrugs beim Verkauf kranker Labrador-Hundewelpen hat ein Schöffengericht in Neumünster ein Züchterpaar aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde zu jeweils einem Jahr und zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Das Gericht war nach sechsmonatiger Beweisaufnahme mit der Anhörung zahlreicher geschädigter Hundekäufer und mehrerer Sachverständiger überzeugt, dass sich das Paar in 23 Fällen gemeinschaftlich des wissentlichen Verkaufs kranker Jungtiere schuldig gemacht hatte. In einigen der 35 angeklagten Fälle stellte das Gericht das Verfahren ein.

In zehn Fällen waren rassetypische Erberkrankungen wie Hüftgelenks- oder Ellenbogendysplasie beim Verkauf der Labrador-Welpen schon offensichtlich, so das Urteil. In diesen Fällen setzte das Gericht neun Monate Einzelstrafe pro Fall an. Drei Monate Rabatt gab es für den Verkauf erkrankter Tiere, die bei der Übergabe noch keine Symptome zeigten. Drei Fälle des Versuchs ahndete das Gericht mit je drei Monaten Haft und zog die Einzelfälle straff zu einer Gesamtstrafe zusammen. Erschwerend wertete das Gericht, dass die jetzt für drei Jahre unter Bewährung stehenden Angeklagten einmal ein falsches Muttertier in den Papieren des Jungtiers angegeben hätten. Diesen Vorwurf hatte das Paar zurückgewiesen.

In der Urteilsbegründung rügte das Gericht auch den Zuchtverband, der offenbar recht lockere Maßstäbe an die Prüfung der Zuchttiere angelegt habe. Auf ihn hatten sich die Angeklagten in der Verhandlung wiederholt berufen. Die Staatsanwaltschaft hatte zweieinhalb Jahre Haft gefordert.

gey

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