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Norddeutschland Prozess nach tödlichen Stichen in der Osternacht
Nachrichten Norddeutschland Prozess nach tödlichen Stichen in der Osternacht
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20:30 25.09.2017
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Flensburg

. Seine Freundin soll ihn noch gebeten haben, nicht die Tür zu öffnen. Doch der 20-Jährige ignorierte die Warnung offenbar. Denn gegen 3.30 Uhr am Ostersonntag öffnete er die Haustür des Hauses im Flensburger Norden, nur in T-Shirt und Boxershorts bekleidet. Sogleich seien ihm dann mit einem Butterflymesser zwei Stiche in den Bauch versetzt worden, um ihn zu töten, schilderte der Staatsanwalt gestern zu Beginn des Mordprozesses gegen zwei Heranwachsende vor dem Landgericht Flensburg die Geschehnisse vom 16. April.

Hierdurch sei die Hauptschlagader verletzt worden und der Deutsch-Türke an inneren Blutungen gestorben. Die Staatsanwaltschaft wirft den angeklagten gebürtigen Flensburgern im Verfahren vor einer Jugendkammer gemeinschaftlichen Mord aus niedrigen Beweggründen vor.

Die Anteilnahme ist auch Monate nach der Tat stark in Flensburg und Umgebung. Der Andrang zur Trauerfeier im April war groß und an einer Brücke an einer vielbefahrenen Kreuzung in der Flensburger Innenstadt hängt noch immer ein großes Plakat mit Konterfei und Lebensdaten des Getöteten. Und auch die zahlreichen Besucher im Gerichtssaal gestern waren zum Großteil Freunde und Verwandte des Opfers. Viele trugen schwarze T-Shirts mit dem Namen des fußballbegeisterten jungen Mannes und einer 7 – der Trikotnummer seines Lieblingsfußballspielers, Cristiano Ronaldo. Andere hatten ein Foto des Mannes an ihre Oberbekleidung geheftet.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der eine Angeklagte dem 20-Jährigen zwei Stiche in den Bauch versetzt hat, um ihn zu töten. Der zweite Angeklagte soll von diesen Absichten gewusst haben.

Der Tat waren nach Erkenntnissen der Ermittler zufällige Begegnungen der drei Männer mit eigentlich belanglosen Zwistigkeiten vorausgegangen. Bereits einige Wochen vor der Tat soll der wegen der Messerstiche Angeklagte nach einem Streit gedroht haben, das spätere Opfer zu töten.

In der Osternacht waren den Ermittlungen zufolge der mitangeklagte 20-Jährige und das spätere Opfer zufällig in einer Flensburger Disco begegnet und in Streit geraten. Der Prozess soll am 4. Oktober fortgesetzt werden. Insgesamt sind elf Verhandlungstage angesetzt.

LN

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