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Norddeutschland Prozess um Tragödie nach Trinkgelage
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21:10 07.03.2018
Kiel

Laut Anklage schlug und würgte der 43 Jahre alte Angeklagte seinen Bekannten Anfang September 2017, bevor er den drei Jahre älteren Mann mit einem Geschirrtuch erstickte. Vor der Tat hatte sich der Angeklagte nach der Nachtschicht in einer Gemeinschaftswohnung polnischer Arbeiter mit Kollegen zu einem Umtrunk zusammengesetzt. Doch der eigentlich freudige Anlass – der Mann wollte nach eigenen Angaben auf die bevorstehende Geburt einer Enkelin anstoßen – endete in einer Tragödie. Er sei mit dem späteren Opfer während des Trinkens in Streit geraten.

Man habe demnach mehrere Flaschen Wodka geleert, als der Mann ihn plötzlich am Revers gepackt, geschüttelt und beleidigt habe, sagte der Angeklagte. „Ich habe reagiert.“ Dann wisse er nur noch, dass er auf dem Oberkörper des Opfers saß, eine Hand am Hals, eine gegen den Mund gepresst. Nach Zeugenaussagen hatte das Opfer den Angeklagten zuvor mehrfach als eine Art Geizhals beschimpft.

Nach der Tat habe er den Toten entsetzt in sein Bett gelegt und die Leiche abgedeckt, schilderte der 43-jährige Familienvater. Dann habe er Bekannte angerufen, die die Polizei alarmieren sollten. Er habe auch einen seiner Mitbewohner geweckt, ihm den Toten gezeigt und die Tat gestanden. Seiner Frau in Polen sagte er demzufolge, es sei eine Tragödie passiert und er komme lange nicht nach Hause.

Bei seiner Festnahme wirkte der Angeklagte nach Angaben von Zeugen ruhig. Eine Gerichtsmedizinerin sagte, der Tote habe mehr als drei Promille Alkohol im Blut gehabt, der Angeklagte mehr als 1,4 Promille. Das Urteil soll Mitte März verkündet werden.

LN

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