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Norddeutschland Prozessbeginn: Sohn vor U-Bahn geschubst
Nachrichten Norddeutschland Prozessbeginn: Sohn vor U-Bahn geschubst
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21:13 14.04.2016

Vor dem Hamburger Landgericht hat ein Prozess gegen eine Mutter begonnen, die ihren Sohn vor eine U-Bahn gestoßen haben soll. Der damals elfjährige Junge war im Oktober an der Station Hoheluftbrücke von dem Zug überrollt und lebensgefährlich verletzt worden. Er erlitt zwei Beckenbrüche und verlor den linken Unterschenkel. Der Mutter wird versuchter Mord, Misshandlung von Schutzbefohlenen und schwere Körperverletzung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie schuldunfähig ist, und will die dauerhafte Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik beantragen.

In einer von ihrer Verteidigerin verlesenen Erklärung bedauerte die 31-Jährige die Tat: „Ich werde mir das, was geschehen ist, niemals verzeihen.“ Sie habe ihren Sohn sehr lieb, würde ihn gern wiedersehen und um Verzeihung bitten. Die Anwältin erklärte vor Prozessbeginn, ihre Mandantin leide an einer paranoiden Schizophrenie mit Wahnvorstellungen — in diesem Krankheitszustand habe sie vor dem tragischen Unglück „befehlende Stimmen“ gehört. Einige Monate zuvor habe sie ihre Medikamente abgesetzt. „Sie hat die Krankheit unterschätzt und gedacht, dass sie es ohne die Medikation schafft“, sagte Verteidigerin Iris-Maria Killinger. Das Gericht schloss die Öffentlichkeit von der Verhandlung aus.

LN

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