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Norddeutschland Rätsel um Löcher auf der A 1
Nachrichten Norddeutschland Rätsel um Löcher auf der A 1
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20:37 28.05.2018
Jörg Becker (links) und Torsten Conradt begutachten eines der Schlaglöcher auf dem Standstreifen der A 1 bei Bad Oldesloe.
Bad Oldesloe

Stau auf der Autobahn 1 hinter Bad Oldesloe in Richtung Süden: Wegen Schäden in der Fahrbahndecke waren dort vor einer Woche zwei von drei Fahrspuren gesperrt und der Standstreifen für den Lkw-Verkehr freigegeben worden. Jetzt ist auch der Standstreifen nicht mehr befahrbar.

Straßenbau-Betrieb ringt um eine Lösung – Reparatur dauert zwei Wochen.

„Wir erleben im Moment, wie es bei alten Fahrspuren doch sehr schnell zu Schäden kommen kann“, wunderte sich gestern Straßenbaudirektor Torsten Conradt. Der Leiter des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein machte sich am Nachmittag persönlich ein Bild von den Schäden. Die sind massiv: An einer Fuge zwischen zwei Betonplatten ist auf dem Standstreifen die Decke stark eingebrochen, dicke Betonbrocken liegen herum. Niemand kann hier mehr fahren – viel zu gefährlich.

War es wirklich die Hitze oder doch eher die massive Belastung durch den einwöchigen Lkw-Verkehr? Conradt wiegt den Kopf. Immerhin sei der Beton des Standstreifens 20 Jahre alt und daher anfälliger als neuere Fahrbahnabschnitte. Nur: So einige Abschnitte der A 1 sind recht alt... Erleben wir diesen Sommer also den Super-Stau, wenn es weiter so heiß bleibt?

Conradt wirkt besorgt. Die Autobahn 24 sei saniert, für die A 1 kann er seine Hand offenbar nicht ins Feuer legen. Es fänden regelmäßige Hitzekontrollen statt, beruhigt der Amtsleiter. Wird ein Schaden festgestellt, muss er jedoch erst beseitigt werden. Und das dauert.

Die wahrscheinlichste Lösung für den jetzt betroffenen, 50 Meter langen Abschnitt: Sperrung der kompletten Fahrbahn Richtung Süden in dieser Länge und Verlegung des Verkehrs auf die Gegenfahrbahn.

Zwei bis drei Wochen könne die Reparatur dauern, meint Jörg Becker, Leiter der Straßenmeisterei Bad Oldesloe. Die Kosten schätzt Conradt auf 200000 Euro, plus 50000 Euro für die Verkehrssicherung.

Erst 2020, nach einer Ausschreibung, könne die „große Lösung“ folgen: die Erneuerung des Fahrbahnabschnitts auf einer Länge von 6,5 Kilometern. Dafür sind zehn Millionen Euro veranschlagt. Schneller gehe es nicht. Ursprünglich war der Neubau für 2021 oder 2022 vorgesehen.

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