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Norddeutschland Rechtsphilosoph rügt Grönings Haft
Nachrichten Norddeutschland Rechtsphilosoph rügt Grönings Haft
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21:26 11.01.2018
Hamburg

„Weder ist ein Mann im Alter von 96 Jahren resozialisierungsbedürftig, noch darf man an einem Täter eine Form der schieren Vergeltung, also archaisch formuliert der bloßen Rache, ausüben.“ Dass der auch „Buchhalter von Auschwitz“ genannte Gröning wegen seiner Taten in der NS-Zeit Jahrzehnte später noch angeklagt und verurteilt wurde, findet Merkel dagegen richtig. Mit einer Straftat werde eine Norm gebrochen. Das könne nicht ohne Folgen bleiben. „Das Rechtssystem braucht eine Art symbolischer Wiederherstellung des Geltungsanspruchs dieser Norm“, sagte der Professor an der Universität Hamburg. Der Sinn einer Verurteilung sei es, den Normbruch in diesem Sinne zu „reparieren“. „Andernfalls gäbe der Staat die Norm einer beginnenden Erosion preis.“

Oskar Gröning.

Gröning wurde im Juli 2015 vom Landgericht Lüneburg wegen Beihilfe zum Mord in 300000 Fällen im Vernichtungslager Auschwitz zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt. Er habe durch das Bewachen von Gepäck der Gefangenen die Morde gefördert.

LN

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