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Norddeutschland Beste Saison aller Zeiten
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06:00 14.10.2018
Anton Czemper (18) aus Travemünde genießt das Leben in seiner Heimat in vollen Zügen. "Es ist ja doch nirgendwo schöner als hier!" Die letzten sonnigen Tage hat er zusammen mit seinen Freunden auf dem Boot der Familie verbracht, ist an den Strand gegegangen oder mit seinem Fahrrad umhergecruised. "Dieses Jahr war der Sommer wirklich perfekt!". Quelle: Agentur 54°
Kiel

Der Trend zum Urlaub im Inland hält seit Jahren an. Aber dieses Jahr bricht in Schleswig-Holstein noch einmal alle Rekorde. Nie zuvor kamen so viele Gäste in den Norden. Jetzt präsentiert das traumhafte Spätsommerwetter mitten im Herbst noch einmal volle Tourismusorte. Besonders die Küsten an Nord- und Ostsee profitieren – abzulesen am dichten Anreiseverkehr auf den Autobahnen. Denn die Nordrhein-Westfalen, zahlenmäßig größte Urlaubergruppe in Schleswig-Holstein, starten erst an diesem Wochenende in die Herbstferien.

Janina Kononov, Marketingchefin in Grömitz (Ostholstein), mag gar nicht mehr aufhören, wenn sie die Rekorde aufzählt, die ihr Seebad in diesem Jahr gebrochen hat. Bei den Tagesgästen liege das Plus bei 50 Prozent. Bereits Ende Juli wurde die Marke der gesamten Vorsaison erreicht. Strandkorbvermieter freuten sich in Grömitz gegenüber 2017 über einen Umsatzzuwachs von sage und schreibe 52 Prozent. Noch bevor die Saison abgerechnet ist, sieht alles danach aus, dass die Gästezahl selbst die des bisherigen Rekordsommers 2013 übertrifft.

Abgerechnet werde immer erst am Schluss, heißt es aus Timmendorfer Strand (Ostholstein). Aber es herrsche „ein großer Optimismus im Hinblick auf die final zu erwartenden Zahlen“, sagt Marketingleiterin Silke Szymoniak. Steigerungen bei Übernachtungen und Gästeankünften seien wahrscheinlich. Bis Ende Oktober sei ihr Ort nahezu voll ausgelastet.

Erst vor wenigen Jahren hatte die Tourismusstrategie des Landes das ehrgeizige Ziel vorgegeben, die Zahl der Gäste-Übernachtungen bis zum Jahr 2025 auf 30 Millionen jährlich zu steigern. Diese Marke wird nun bereits in diesem Jahr geknackt, und offenbar deutlich: Nichts scheint beim Bundesbürger beliebter als Urlaub an Nord- oder Ostsee.

„Wir hatten einen Hammer-Sommer. Das Wetter hat uns einen Rekord nach dem anderen beschert“, sagt Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP). Natürlich sei das auch „ein bisschen das Glück des Tüchtigen“. Die guten Ergebnisse seien genauso dem Engagement der Touristiker im Land zu verbuchen, maßgeblich den vielen gemeinsamen Anstrengungen, die Qualität des Angebots kontinuierlich zu steigern. Buchholz meint neue Promenaden, Seebrücken, Hotels, die Folgeinvestitionen auslösten. „Schleswig-Holstein hat sich seinen Gästen als modernes, frisches Reiseziel präsentiert“, sagt der Minister. Er gehe davon aus, dass sich diese Saison in Zukunft noch positiv auswirken wird.

Angesichts des herrlich sommerlichen Herbstes erwarten Hoteliers und Gastronomen ein erfolgreiches Oktober-Geschäft. Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash) will die Nebensaison ohnehin stärker bewerben. In den Sommermonaten nicht es nicht mehr viel Steigerungspotenzial. Auch das Auslandsmarketing und Tagungstourismus sollen forciert werden. Eine in Auftrag gegebene Studie soll herausfinden, wie das Image des Landes weiter zu verbessern ist. Die Ergebnisse sollen im November präsentiert werden. Nach Verbandsangaben löst der Tourismus in Schleswig-Holstein jährlich einen Gesamtumsatz von knapp zehn Milliarden Euro jährlich aus.

Curd Tönnemann

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