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Norddeutschland Richter reisen: OLG-Senat verhandelt auch in Lübeck
Nachrichten Norddeutschland Richter reisen: OLG-Senat verhandelt auch in Lübeck
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21:15 02.02.2016

Die oberste Gerichtsbarkeit im Lande gibt sich familienfreundlich: Seit kurzem verhandelt der Familiensenat des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts (OLG) Berufungen in Kindschaftssachen, die in erster Instanz an den Amtsgerichten Ahrensburg, Eutin, Lübeck, Oldenburg, Ratzeburg, Reinbek und Schwarzenbek entschieden wurden, auch in Lübeck.

Mit der Neuregelung wollen die reisefreudigen Familienrichter trotz der eigenen Mehrbelastung den Eltern und den vom Rechtsstreit betroffenen Kindern an bestimmten Gerichtstagen im Wortsinn entgegenkommen: Bisher mussten alle Prozessbeteiligten die Fahrt nach Schleswig auf sich nehmen. Alle anderen Sitzungen hält das OLG bei sich in einem historischen Backsteinbau gegenüber von Schloss Gottorf ab, der als „Roter Elefant“ bekannt ist.

Auswärts verhandelt werden ab sofort Verfahren, die das Umgangsrecht oder die elterliche Sorge betreffen. Denn neben den streitenden Müttern und Vätern, ihren Anwälten und den Vertretern der Jugendämter werden vom Familiensenat meist auch die betroffenen Kinder und Jugendlichen angehört. Vor allem ihnen wolle man die zeitaufwändige Anreise nach Schleswig ersparen, teilte OLG-Sprecherin Frauke Holmer mit.

Bevorzugt behandelt wird auch der Landgerichtsbezirk Itzehoe mit den weiteren Amtsgerichten Elmshorn, Meldorf und Pinneberg. Pech haben offenbar Verfahrensbeteiligte aus dem Raum Norderstedt. Dort liegt das Amtsgericht zwar weiter entfernt als in vielen der jetzt bevorzugten Städte. Aber Norderstedt gehört nun mal zum Landgerichtsbezirk Kiel — die Betroffenen müssen also dorthin fahren.

gey

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