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Norddeutschland Richter schickt Täter in Therapie
Nachrichten Norddeutschland Richter schickt Täter in Therapie
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21:10 27.06.2017
Flensburg

Flensburg. Ein Mann hat in Garding über Jahre hinweg immer wieder Feuer gelegt – nun ist er wegen Brandstiftung vom Landgericht Flensburg zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Als Bewährungsauflage soll der Angeklagte unter anderem eine stationäre Psychotherapie machen. „Wir halten eine Bewährung nur vor dem Hintergrund einer Therapie vertretbar“, betonte der Vorsitzende Richter.

Der Mann war angeklagt, seit 2011 acht Brände in Garding (Kreis Nordfriesland) gelegt zu haben. Auf die Spur kam ihm eine wegen der gehäuften Brandstiftungen eingerichtete Ermittlungsgruppe Ende Januar 2017 nach einem Mülltonnenbrand in einer Seniorenwohnanlage. Der Hausgiebel wurde durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen, eine Wohnung durch den Brand unbewohnbar.

Bei der Vernehmung gestand der Mann zudem, im Oktober 2015 einen Busch unter einem mit Reet gedeckten Reihenhaus angesteckt zu haben. Das Dach fing Feuer, konnte aber schnell gelöscht werden. Auch ein Feuer in einem Carport beim dänischen Kindergarten Garding und Brandlegungen an Altkleider- und Müllcontainern sowie an einem reetgedeckten Pavillon gehen auf sein Konto. Vor Gericht sagte der 31-Jährige aus, er habe aus Frust und wegen finanzieller Probleme gezündelt.

Die Staatsanwaltschaft Flensburg hatte eine Strafe von drei Jahren und neun Monaten sowie die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gefordert. Ein Gutachter hatte dem Angeklagten eine Persönlichkeitsstörung attestiert. Diese sei allerdings nicht so schwer, dass es für eine Unterbringung reiche, urteilte der Kammervorsitzende. Denn dann hätte sie sich auch im Alltag bemerkbar machen müssen, wofür es wenige Anhaltspunkte gebe.

LN

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