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Norddeutschland SPD-Duell: Dämpfer für Albig
Nachrichten Norddeutschland SPD-Duell: Dämpfer für Albig
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18:24 02.07.2016
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Kiel

Dämpfer für Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten: Torsten Albig (SPD) ist gestern zwar zum Direktkandidaten der SPD für die Landtagswahl 2017 im Wahlkreis Kiel-Nord gewählt worden. Bei einer Mitgliederversammlung erhielt er aber nur 100 von 160 abgegebenen Stimmen (62,5 Prozent). Albigs landesweit unbekannte Gegenkandidatin Gesine Stück, die von den in Kiel relativ starken Jusos unterstützt wurde, holte die restlichen 60 Stimmen.

Partnerin Bärbel Boy gratuliert Torsten Albig. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

„Es ist ein ehrliches Ergebnis“, erklärte Albig nach der Wahl. Von einem Denkzettel wollte er nicht sprechen. Stück sei eine starke Mitbewerberin gewesen, sie sei erfahren und seit Langem in Kiel.

Das Ergebnis zeige, dass die SPD gute Frauen und Männer habe. Am Ende verstehe die Partei aber, wenn der Ministerpräsident antrete, sei er auch zu unterstützen, sagte Albig. „Und das tut sie mit breiter Mehrheit.“

Zu den ersten Gratulanten gehörte Albigs Lebensgefährtin Bärbel Boy, die ihn zur Mitgliederversammlung begleitet hatte. Landesparteichef Ralf Stegner gratulierte Albig auf Twitter zum Direktmandat:

„Herzlichen Glückwunsch an den Direktkandidaten der SPD im Wahlkreis Kiel-Nord Torsten Albig! Jetzt Landtagswahl 2017 für die SPD gewinnen!“.

Seine Konkurrentin um das Direktmandat sagte, auch wenn sie nicht gewonnen habe, sei es für sie ein gutes Ergebnis. Natürlich werde sie den Ministerpräsidenten nun im weiteren Wahlkampf unterstützen, erklärte Stück. „Wir sind alle in einer Partei und wir wollen das Gleiche.“ Nämlich: „Dass die SPD den Wahlkreis Kiel-Nord gewinnt und auch die Landtagswahl.“ Sie selbst werde sich weiter für Kiel einsetzen und weiter Politik auf ehrenamtlicher Basis machen.

Albig soll die SPD als Spitzenkandidat in die Wahl am 7. Mai 2017 führen. Die Aufstellung ihrer Direktkandidaten wollen die Sozialdemokraten bis Mitte November abschließen.

Der 53-jährige Sozialdemokrat führt das Land seit Mai 2012. Zuvor war er Oberbürgermeister in Kiel, Sprecher im Bundesfinanzministerium sowie Konzernsprecher der Dresdner Bank. Zuletzt hatte der Regierungschef mit Einblicken in sein Privatleben Schlagzeilen gemacht. So berichtete das Magazin „Bunte“, dass er und seine Lebensgefährtin, mit der er Anfang des Jahres zusammengezogen war, „von einer fröhlichen Hochzeitsfeier mit allen Kindern“ träumen.

LN

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