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Norddeutschland SPD weiter vorn - aber CDU holt auf
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15:44 06.04.2017
Im direkten Vergleich liegt der Umfrage zufolge Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) weiter deutlich vor Herausforderer Daniel Günther (CDU). Quelle: dpa
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Kiel

Die SPD bleibt vier Wochen vor der Landtagswahl stärkste Partei in Schleswig-Holstein. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage: Würde schon an diesem Sonntag gewählt, könnten die Sozialdemokraten mit 33 Prozent rechnen, wie der NDR berichtet. Die Union könnte mit 30 Prozent rechnen. Das sind drei Prozentpunkte mehr als noch im März.

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Die Grünen stehen laut Umfrage bei 12 (-2), die FDP unverändert bei 9 und die AfD weiter bei 7 Prozent. Der von der Fünf-Prozent-Hürde befreite SSW kommt demnach auf 3 Prozent. Linke und Piraten würden der Umfrage zufolge den Einzug in den Landtag verpassen.

Laut den Meinungsforschern ist im nördlichsten Bundesland weiterhin keine Wechselstimmung erkennbar. Zwar schrumpft auch die Zustimmung zur Arbeit der Landesregierung. Dennoch sind immer noch mehr als die Hälfte der Bürger (57 Prozent, -5 Prozentpunkte gegenüber März) mit der Arbeit der aktuellen Regierung zufrieden.

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) ist nun mit 58 Prozent der beliebteste Spitzenkandidat im Land. Er legte fünf Prozentpunkte zu und überholte Wolfgang Kubicki (FDP), der auf 57 Prozent kommt (+2). CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther liegt mit 27 Prozent noch hinter Grünen-Spitzenkandidatin Monika Heinold (33 Prozent) nur auf Platz vier.

Visualisierungen der Ergebnisse:

Der Herausforderer des Regierunschefs konnte aber zumindest bei der Frage einer Direktwahl des Ministerpräsidenten aufholen. Dort käme er nun auf 25 Prozent (+4). Albig liegt hier mit 51 Prozent (+1) weiter klar vorn. Laut der Umfrage waren die Zustimmungswerte Albigs im Profilvergleich in allen abgefragten Punkten besser als die Günthers. „Er passt eher zu Schleswig-Holstein“, sagten 49 Prozent. Günther kam dort auf 20 Prozent.

Albig freute sich über das gute Abschneiden seiner Partei und seine persönlichen Werte. „Solche Umfragen sind Vitamin-Spritzen: Die tun gut im Wahlkampf - mehr aber auch nicht“, sagte der Regierungschef. Die SPD wolle bei der Wahl vor der Union landen und die Koalition mit Grünen und SSW fortsetzen. „Die Menschen sehen, dass wir unsere Versprechen von 2012 eingehalten haben. Darum haben wir einen hohen Vertrauensvorsprung.“

Für seinen Herausforderer stimmt aber die Richtung. „Die CDU legt als einzige Partei zu. Die Regierungskoalition verliert“, sagte Günther. „Unsere Unterstützter werden aus dieser Umfrage noch mehr Motivation ziehen, diese schwache Landesregierung abzulösen.“

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren war die CDU mit 30,8 Prozent knapp vor der SPD (30,4) gelandet. Die Grünen schafften 13,2 Prozent, FDP und Piraten jeweils 8,2 und der SSW 4,6 Prozent.

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