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Norddeutschland Sayn-Wittgenstein steht für Fragen zur Verfügung
Nachrichten Norddeutschland Sayn-Wittgenstein steht für Fragen zur Verfügung
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14:46 05.12.2018
Die Landesvorsitzende der AfD Schleswig-Holstein, Doris von Sayn-Wittgenstein, wurde am Dienstag aus der Fraktion ausgeschlossen. Quelle: Frank Molter/dpa
Kiel

Die aus der AfD-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag ausgeschlossene Landeschefin Doris von Sayn-Wittgenstein muss dem Bundesvorstand der Partei Rede und Antwort stehen. „Dem Bundesvorstand stehe ich selbstverständlich jederzeit für alle Fragen zu meiner Person zur Verfügung“, sagte sie.

Sayn-Wittgenstein war am Dienstag mit sofortiger Wirkung aus der Fraktion ausgeschlossen worden. Als Grund wurden Sympathien und Unterstützungsbekundungen für den vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften Verein „Gedächtnisstätte“ genannt, „dessen Mitglieder den Holocaust leugnen oder relativieren“.

Entscheidung in einer Telefonkonferenz

Sayn-Wittgenstein war nach Angaben aus Parteikreisen aufgefordert worden, ihre Beziehung zu dem Verein in einer schriftlichen Stellungnahme darzulegen. Aus der Berliner Parteispitze hieß es am Mittwoch, über das weitere Vorgehen werde am kommenden Montag in einer Telefonkonferenz des Bundesvorstandes beraten.

Sayn-Wittgenstein wies darauf hin, dass der Landesvorstand der AfD Schleswig-Holstein ihr vergangene Woche einstimmig das Vertrauen ausgesprochen habe. Dies sei umgehend geschehen, nachdem Zeitung „Die Welt“ gemeldet hatte, dass sie 2014 für den „Verein Gedächtnisstätte“ geworben habe.

Verein auf Unvereinbarkeitsliste

Der Verein mit einer Tagungsstätte in Thüringen steht auf der Unvereinbarkeitsliste für AfD-Mitgliedschaften. Sayn-Wittgenstein bestritt am Dienstag erneut, jemals Mitglied des Vereins gewesen zu sein - was sie nach Angaben des AfD-Fraktionschefs Jörg Nobis aber gegenüber mehreren Fraktionsmitgliedern erklärt haben soll. Die Mitgliedschaft ist seinen Worten zufolge entscheidend für die Frage, ob Sayn- Wittgenstein Mitglied in der AfD sein kann. Darüber befinde jedoch befindet allein der Bundesvorstand.

RND/dpa

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