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Norddeutschland Schleswig-Holstein erwartet Urlauber-Ansturm
Nachrichten Norddeutschland Schleswig-Holstein erwartet Urlauber-Ansturm
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00:18 30.07.2016
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Lübeck/Kiel

Schleswig-Holstein bereitet sich an diesem Wochenende auf einen Urlauber-Ansturm vor. Alle Bundesländer haben jetzt Sommerferien. Viele Reisende machen sich deshalb heute und morgen auf den Weg in den Norden. „Es wird das verkehrsreichste Wochenende bisher“, prophezeiht ADAC-Sprecher Ulf Evert, „gerade auf der A 7 und der A 1 wird es zu langen Staus kommen.“ Zu den Langzeiturlaubern kommen viele Schleswig-Holsteiner und Hamburger, die den Tag spontan an der Ostsee verbringen möchten. Der Weg dahin könnte allerdings deutlich länger als geplant dauern. „Es treffen sich alle auf der Autobahn, die Wege zum Wasser werden mehr als voll sein“, meint Evert.

Der ADAC rät deshalb dazu, vor der Abfahrt die Staulage zu checken. Wer die Möglichkeit hat, sollte außerdem erst Abends starten, dann seien die meisten Strecken frei. Für die Stauhelfer des ADAC bedeuten die vollen Straßen jede Menge Arbeit. „Wir haben es in diesem Sommer schon häufiger erlebt, dass Menschen im Stau dehydriert sind“, sagt Ulf Evert. In diesem Fall können die Stauberater sich mit ihren Motorrädern einen Weg durch die Blechlawinen bahnen und mit Wasser aushelfen. Auch über aktuelle Staulängen und Wartezeiten sind die Männer stets informiert.

Auf deutlich mehr Arbeit sind auch die Raststätten eingestellt. „Alle Kapazitäten sind erschöpft, gerade Eis, kalte Getränke und Kaffee gehen wie verrückt“, erzählt Wilhelm Wieczorek, Geschäftsführer der Raststätte Neustädter Bucht an der A 1. Wer dagegen über die A 7 fährt, hat derzeit eine Staugarantie. „Zwischen Hamburg und Neumünster ist eine einzige große Baustelle“, sagt Evert, „auch rund um Hamburg ist alles dicht.“ Wer weiter in Richtung Skandinavien reisen möchte, muss außerdem laut ADAC mit Wartezeiten wegen der Grenzkontrollen in Dänemark rechnen. Das Auswärtige Amt rät dazu, den Personalausweis oder den Reisepass bereits parat zu haben.

Eng wird es auch abseits der Autobahnen im Norden. Auf der B 76 in Ostholstein gilt wegen der Straßenschäden in der Kuhlbuscher Senke für mindestens ein Jahr Tempo 50 zwischen dem Abzweig nach Röbel und dem nach Middelburg. Ab Montag wird außerdem die Fahrbahndecke der B 206 zwischen Fuhlenrüe und Rotenhahn im Kreis Segeberg erneuert. Bis zum 30. September ist die Bundesstraße voll gesperrt.

Immerhin die Fähren im Wattenmeer nehmen den Urlauber-Ansturm gelassen. „Dieses Wochenende rappelt es in der Kiste, aber das ist für uns normal im Hochsommer“, sagt Petra Schweigel von der Wyker Dampfschiffsreederei. 25 Fähren setzt die Reederei allein heute zu den Insel Föhr und Amrum ein, um 22.15 Uhr ist die letzte Abfahrt geplant. Zu dieser Zeit dürfte es auch auf der Travemünder Woche voll werden. „Wir rechnen mit richtig vielen Besuchern. Ich kann deshalb nur empfehlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen“, sagt Sprecher Ralf Abratis. Die Segelveranstaltung profitiert ebenso von den Urlaubern wie die Stadt Lübeck. 705 Millionen Euro Umsatz durch Touristen hat die Hansestadt im vergangenen Jahr verzeichnet.

Stau-Regeln

Eine Rettungsgasse muss gebildet werden. Wer sich daran nicht hält, riskiert ein Verwarnungsgeld von 20 Euro.

Der Standstreifen darf unter keinen Umständen genutzt werden. Es drohen 75 Euro Bußgeld und ein Punkt.

Aussteigen ist ebenfalls verboten. Ein Verstoß wird mit einem Verwarnungsgeld von 10 Euro geahndet.

Rechts überholen ist nur dann erlaubt, wenn der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen steht oder höchstens 60 km/h fährt.

Maike Wegner

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