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Norddeutschland Schleswig-Holstein wächst vor allem in den Städten
Nachrichten Norddeutschland Schleswig-Holstein wächst vor allem in den Städten
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20:10 24.04.2018
Lübeck

Regional fällt der Zuwachs aber sehr unterschiedlich aus. So gewinnen vor allem die größeren Städte Einwohner hinzu. In Flensburg beträgt das Plus 5,98 Prozent, in Kiel sind es 5,14 und in Neumünster 3,37 Prozent. In der Hansestadt Lübeck fällt der Zuwachs mit 3,03 Prozent etwas bescheidener aus.

2,91 Prozent betrug das Bevölkerungswachstum in Schleswig-Holstein von 2010 bis 2016. Besonders stark nahm die Einwohnerzahl in den Städten und in den Kreisen Stormarn, Segeberg und Herzogtum Lauenburg zu.

Einen Bevölkerungsrückgang gab es nur im Kreis Dithmarschen mit minus 0,51 Prozent. Im Kreis Plön gab es zwar ein leichtes Plus von 0,27 Prozent. Betrachtet man die Entwicklung schon vom Jahr 2000 an, hat der Kreis aber ein Minus von 0,83 Prozent zu verkraften. Ganz ähnlich sieht es im Kreis Steinburg aus. Hier stieg die Bevölkerungszahl von 2010 bis 2016 um 0,48 Prozent, im Vergleich zu 2000 sank sie aber um 2,43 Prozent.

Im Südosten des Landes hat der Kreis Ostholstein mit plus 0,98 Prozent das geringste Bevölkerungswachstum vorzuweisen. Im Kreis Herzogtum Lauenburg stieg die Einwohnerzahl um 4,44 Prozent, im Kreis Segeberg um 4,63 Prozent und im Kreis Stormarn um 5,12 Prozent. Stormarn kann zudem mit einem Plus von 11,06 Prozent das landesweit höchste Wachstum im Zeitraum 2000 bis 2010 vorweisen.

In Lübeck war zum 31. Dezember 2016 der Anteil der unter 18-Jährigen besonders gering. Er lag bei nur 15,39 Prozent, der Landesschnitt bei 16,94 Prozent. Im Kreis Stormarn leben mit einem Anteil von 19,33 Prozent besonders viele Kinder und Jugendliche, im Kreis Segeberg sind es 18,51, im Herzogtum Lauenburg 18,83 und in Ostholstein nur 14,67 Prozent. Ostholstein weist im Gegenzug einen auffallend hohen Anteil über 65-jähriger Einwohner auf: 26,96 Prozent. Deren Anteil liegt in Stormarn nur bei 22,83, in Lübeck bei 23,16 Prozent. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung: landesweit 44,64 Jahre, in Lübeck 44,59, im Kreis Segeberg 44,18, im Herzogtum Lauenburg 44,55, in Stormarn 44,81, in Ostholstein 47,48 Jahre.

Deutschlandweit haben 282 der 401 Kreise und kreisfreien Städte an Einwohnern gewonnen, allein die 66 kreisfreien Großstädte zusammen 1,35 Millionen, vor allem durch den Zuzug junger Leute. Nur einige Städte im Ruhrgebiet verzeichneten ein Minus. Besonders stark wuchsen Leipzig (plus 13,7 Prozent), Darmstadt (plus 11,4), Münster (plus 10,8) und Frankfurt am Main (plus 10,7 Prozent).

Außerdem nahm die Bevölkerungszahl in den Randgebieten der Großstädte zu. Viele dünn besiedelte Landkreise abseits der Zentren mussten hingegen einen weiteren Bevölkerungsverlust hinnehmen, Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt zum Beispiel um 6,2 Prozent, Wunsiedel in Bayern ein Minus von 4,3 Prozent.

Von Wolfram Hammer

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