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Schleswig-Holsteiner bleiben die glücklichsten Deutschen

Berlin/Kiel Schleswig-Holsteiner bleiben die glücklichsten Deutschen

Das Glück hat ganz im Norden sein festes Zuhause: Schleswig-Holstein ist die Region mit der größten Lebenszufriedenheit in Deutschland. Dies gilt ganz besonders für die Wohn- und Freizeitsituation, wie der neue Glücksatlas zeigt.

Berlin/Kiel. Die Schleswig-Holsteiner haben ihren Spitzenplatz als glücklichste Deutsche mit großem Abstand verteidigt und sogar ausgebaut. Nirgendwo anders zwischen Sylt und Bodensee sind die Menschen so zufrieden wie im nördlichsten Bundesland. Dies geht aus dem Glücksatlas 2016 hervor, den die Deutsche Post am Dienstag in Berlin vorstellte. Schleswig-Holstein erreichte demnach bei der allgemeinen Lebenszufriedenheit den Spitzenwert von 7,41 Punkten (2015: 7,36), bei einem Durchschnitt in Deutschland von 7,11 auf der Skala von 0 bis 10 Punkten.

Nach Schleswig-Holstein, das zum vierten Mal nacheinander vorn liegt, folgen unter den 19 ausgewerteten Regionen Franken und Niedersachsen/Nordsee. Hamburg (7,20) erreichte Platz sechs. Die Lebenszufriedenheit der Westdeutschen hat sich im letzten Jahr verbessert und die der Ostdeutschen ein bisschen verschlechtert. Mecklenburg-Vorpommern ist mit 6,77 Punkten erneut Rankingletzter.

So glücklich ist Deutschland

Besonders zufrieden sind die Schleswig-Holsteiner mit ihrer Wohn- und Freizeitsituation (7,8), mit ihrer Arbeit (7,0) und mit dem Haushaltseinkommen (6,9). Der letzte Punkt liegt über dem deutschen Mittelwert, obwohl das verfügbare Einkommen im Norden mit 21 548 Euro nur minimal den deutschen Durchschnitt übertrifft.

Ein Grund für eine überdurchschnittliche Bewertung beim Punkt „Zufriedenheit mit der Gesundheit“ (6,6) besteht der Studie zufolge darin, dass es im Norden relativ weniger Pflegebedürftige gibt, obwohl der Anteil der über 65-Jährigen über dem Bundesschnitt liegt. Weiter gestiegen ist die Attraktivität Schleswig-Holsteins für Menschen aus anderen Ländern: Die Gäste-Übernachtungen je Einwohner nahmen von 8,8 auf 9,6 zu.

Die Daten für den Glücksatlas 2016 stammen aus dem sogenannten Sozio-oekonomischen Panel und einer als repräsentativ eingestuften Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, das im Frühsommer 5888 Menschen ab 16 Jahren befragt hatte.

Deutschland macht einen deutlichen Glückssprung

Das Glücksniveau liegt 2016 bei 7,11 Punkten auf einer Skala von 0 bis 10. Seit 2010 verharrte es um die 7,0 Punkte. Verantwortlich dafür dürfte die gute Beschäftigungslage und der nachhaltige Anstieg der Reallöhne sein. Vor allem die Westdeutschen sind glücklicher geworden, während die Ostdeutschen geringfügig unglücklicher geworden sind. Damit hat sich der Abstand zwischen Ost- und Westdeutschland beim Glücksempfinden auf 0,28 Punkte leicht vergrößert (2015 waren es nur 0,15 Punkte).

An der Spitze des regionalen „Glücksrankings“ steht erneut Schleswig-Holstein, am Ende liegt Mecklenburg-Vorpommern. Hamburg steigt auf den 6. Platz ab. Köln und Thüringen holen am meisten auf. Neben den regionalen Unterschieden bei der Lebenszufriedenheit untersucht der Glücksatlas 2016 den Einfluss der „kulturellen Vielfalt“ auf die Lebenszufriedenheit.

Dabei zeigt sich, dass Menschen umso zufriedener sind, je mehr sie mit kultureller Offenheit und Toleranz durchs Leben gehen. Ausschlaggebend ist der persönliche Kontakt zwischen den Kulturen. Das sind die wesentlichen Ergebnisse des „Deutsche Post Glücksatlas 2016“, der aktuellsten regelmäßigen Studie zur Lebenszufriedenheit der Deutschen.

Glücksranking der Regionen

Spitzenreiter unter den 19 deutschen Regionen ist in diesem Jahr zum vierten Mal in Folge Schleswig-Holstein, das seine Führung sogar auf 7,41 Punkte ausbauen konnte. Franken belegt erstmals den zweiten Platz (7,22 Punkte), und setzt so sein Aufwärtsdynamik der letzten Jahre fort. Knapp dahinter folgen Niedersachsen/Nordsee (7,22 Punkte) und mit wenig Abstand Baden (7,21 Punkte), Hessen (7,20) und Hamburg (7,20). Größter Gewinner im Westen ist die Region Nordrhein/Köln (7,18).

Dort hellte sich die Stimmung um 0,11 Punkte auf. Die weiteren westdeutschen Regionen bilden das Mittelfeld. Die ostdeutschen Regionen konnten sich zwar verbessern – am stärksten Thüringen (6,94), das mit 0,14 Punkten den größten Zufriedenheitsgewinn verbuchte und damit die ostdeutschen Länder anführt –, stehen aber weiterhin am Ende des Rankings. Berlin (6,85) sackt auf Platz 14 ab, Sachsen (6,88) hält den 15. Platz. Letzter ist Mecklenburg-Vorpommern (6,77 Punkte), knapp hinter Sachsen-Anhalt (6,78 Punkte).

Kulturelle Vielfalt und Lebenszufriedenheit

Das diesjährige Schwerpunktthema ist „kulturelle Vielfalt“. Der „Deutsche Post Glücksatlas“ befragte die Bevölkerung in einer repräsentativen Erhebung, wie offen und tolerant sie gegenüber der kulturellen Vielfalt in Deutschland sind – und welchen Einfluss diese auf ihre persönliche Lebenszufriedenheit hat. 75 Prozent der Befragten sehen Deutschland als weltoffenes und tolerantes Land, lediglich 19 Prozent sehen das Land nicht so.

Zwischen Offenheit und Lebenszufriedenheit gibt es eine klare Beziehung: Je toleranter ein Mensch ist, desto zufriedener ist er mit seinem Leben. 38 Prozent der Befragten, die sich als »besonders tolerant« bezeichnen, geben auf der Zufriedenheitsskala (0 bis 10) die höchsten Werte neun oder zehn an, während lediglich 16 Prozent der »wenig toleranten« Gruppe die höchsten Zufriedenheitswerte erzielt. Eine Schlüsselerklärung ist der persönliche Kontakt.

58 Prozent der Befragten, die Kontakt zu Menschen mit Migrationshintergrund haben, sind bereit, einen persönlichen Beitrag zu leisten, damit sich Migranten schnell in Deutschland integrieren können. Von den Befragten, die keinen Kontakt haben, sind es nur 29 Prozent. Obwohl 65 Prozent der Deutschen Einwanderung als persönliche Bereicherung betrachten, fällt das Urteil über den tatsächlichen Status quo der Integration nüchtern aus. So meint knapp die Hälfte der Bevölkerung, das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern habe bisher alles in allem gut funktioniert.

Im Westen wird das Zusammenleben (54 Prozent) besser bewertet als im Osten (35 Prozent). Generell sind die Ostdeutschen skeptischer als die Westdeutschen: Während 70 Prozent der Westdeutschen es gut finden, dass Deutschland durch die Einwanderung vielfältiger wird, sind es im Osten nur 56 Prozent.

Auch hier ist der persönliche Kontakt ausschlaggebend: 88 Prozent der Westdeutschen geben an, persönlich Kontakt zu Menschen zu haben, die nicht in Deutschland geboren wurden. Bei den Ostdeutschen sind es nur 62 Prozent.

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