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Norddeutschland Schnelles Internet für den Norden
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21:27 12.07.2016
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Kiel

. In fünf Jahren sollen nach dem Willen der Kieler Landesregierung alle 800 Schulen im Land über schnelle Internetanschlüsse verfügen. „Jede Schule bekommt Breitband oberhalb von 50 Megabit pro Sekunde, 70 Prozent davon erhalten Glasfaser-Anschlüsse“, sagte Staatskanzlei-Chef Thomas Losse- Müller. Derzeit haben zwölf Prozent aller Schulen einen Glasfaser-Anschluss, mit dem die Datenübertragung mit rund 100 Mbit/s noch schneller möglich ist. Parallel sollen sämtliche Landesbehörden und Dienststellen an das schnelle Internet angeschlossen werden.

Zu diesem Zweck plant Betreiber 1&1 Versatel den Bau von 300 Kilometern neuer Kabeltrassen. Das Unternehmen arbeitet dabei mit 26 regionalen Gesellschaften zusammen. Kommunen und Stadtwerke im Norden verfolgen bereits seit 2008 den Glasfaserausbau in Eigeninitiative. Start des neuen Projekts ist im nördlichsten Landesteil. Regionen, die nicht wirtschaftlich mit Glasfaser-Leitungen versorgt werden können, sollen über alternative Techniken wie Richtfunk an das Breitbandnetz angeschlossen werden.

Schleswig-Holstein investiert derzeit 20 Millionen Euro pro Jahr in das Landesnetz. Aktuell liegt der Glasfaseranteil bei 14 Prozent. „Wir erleben nichts geringeres als eine komplett neue Geografie durch Glasfaser“, sagte Losse-Müller. Für das nördlichste Bundesland sei der Ausbau von enormer strategischer Bedeutung, weil er auch Unternehmensansiedlungen begünstigen könne.

Schleswig-Holstein habe eine Vorreiterrolle in Deutschland eingenommen, sagte 1&1 Versatel-Geschäftsführer Jürgen Herrnichel. Er bezifferte die Investitionen mit einem mehrstelligen Millionenbetrag.

Die Entscheidung für Glasfaser sei richtig. Kupfer-Infrastruktur sei lediglich ein Zwischenschritt.

LN

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