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21:18 06.05.2016
Stefan Welzig (48), Uwe Peterschun (49) und Jörg Rinne (49, v. l.) aus Burgdorf bei Hannover genießen den Rundumblick von der Gipfelplattform auf dem Kalkberg in Bad Segeberg. Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat (3), Dpa

Bevor einem die Welt zu Füßen liegt, ist erst einmal Muskelkraft gefragt. Am Fuße des Kalkbergs wartet zunächst ein steiler, aber kurzer Anstieg auf die Besucher. Danach folgen rund 120 Treppenstufen. Doch oben angekommen, sind die Anstrengungen vergessen. Von der Gipfelplattform in 91 Meter Höhe haben die Besucher einen traumhaften Ausblick — vom Großen Segeberger See bis zur Open-Air-Bühne der Karl-May-Spiele, die noch vollkommen verlassen ist. Die gelben Rapsfelder bilden einen schönen Kontrast zum blauen Wasser und den grünen Wiesen.

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Ob Kalkberg, Pariner Bismarcksäule oder Niendorfer Hermann-Löns-Blick: In luftiger Höhe gibt es viel zu sehen.

„Das ist ein toller Rundumblick“, sagt Stefan Welzig begeistert.

Der 48-Jährige aus Burgdorf bei Hannover macht mit zwei Freunden auf dem Campingplatz in Klein Rönnau Urlaub. „Der Kalkberg gehört zum Pflichtprogramm“, sagt Jörg Rinne. Und wie war der Anstieg?

„Länger hätte er nicht sein dürfen“, sagt er und lacht. Der 49-Jährige ist zum ersten Mal in der Region. In 91 Meter Höhe kann er sich einen guten Überblick verschaffen. Am Ende des Großen Segeberger Sees sind sogar die weißen Wohnwagen ihres Campingplatzes in Klein Rönnau zu sehen. Eigentlich wollten die drei Burgdorfer den Kurzurlaub zum Doppelkopfspielen nutzen, doch der vierte Mann ist ausgefallen. Deshalb steht jetzt Skat auf dem Programm. An dem herrlichen Frühlingstag machen die Urlauber aber erst einmal eine Fahrradtour samt Kalkberg-Besteigung. Bei strahlendem Sonnenschein sieht die Welt von oben gleich noch schöner aus — besonders zur Zeit der Rapsblüte.

Die gelbe Pracht hat es auch Günther und Claudia Frank aus Tornesch bei Elmshorn angetan. „Wir lieben die Rapsfelder“, sagt der 66-Jährige, der mit seiner Frau auf dem Campingplatz in Scharbeutz Urlaub macht. 25 Kilometer Luftlinie vom Kalkberg entfernt genießen die Tornescher die Aussicht von der Bismarcksäule auf dem Pariner Berg in Bad Schwartau. „Wir hatten das auf der Karte gesehen“, sagt die 53-Jährige.

Die Urlauber erkunden mit dem Rad das Hinterland der Ostsee. Im Gegensatz zur belebten Küste geht es in Groß Parin sehr beschaulich zu. Ein junges Pärchen isst am Fuß der Säule ein Eis, eine ältere Frau steigt vorsichtig mit einem kleinen Jungen den Turm hinab. Eine schmale Wendeltreppe mit 37 Stufen führt auf die 12,82 Meter hohe Bismarcksäule, von der Besucher bis zur Ostsee blicken können.

In der Ferne ist das Maritim-Hotel in Travemünde zu erkennen, auf der anderen Seite ragen majestätisch die Türme der Lübecker Altstadt in die Höhe. Seit mehr als hundert Jahren genießen die Menschen den Ausblick vom Pariner Berg. Bereits im Jahr 1889 stand hier ein Aussichtsturm. 1902 wurde die Bismarcksäule eingeweiht. „Wir waren gestern auf dem Gömnitzer Turm“, erzählt Günther Frank. „Da hat man auch einen tollen Ausblick.“ Ob Süsel, Bad Schwartau oder Kalkberg: Der Norden hat jede Menge schöne Aussichtspunkte zu bieten. Nicht nur etwas für die Augen gibt es auf dem Hermann-Löns-Blick am Hemmelsdorfer See. Die Aussicht auf das glitzernde Wasser wird von einen bunten Potpourri aus Vogelstimmen untermalt. Das wollen sich auch Volkhard Ober und Thorsten Meßmann aus Herford (Nordrhein-Westfalen) nicht entgehen lassen. Die Campingurlauber aus Travemünde machen auf ihrer Fahrradtour Halt am Holzturm und erklimmen die 64 Stufen.

„Das ist traumhaft schön hier“, sagt Meßmann, und Ober ergänzt sehnsüchtig: „Hier hätten wir gerne ein Grundstück.“

Von Julia Konerding

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