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Schon wieder ein Python in Reinfeld

Reinfeld Schon wieder ein Python in Reinfeld

Zum zweiten Mal mussten Polizisten eine herrenlose Schlange einfangen. Gehört sie dem selben Halter?.

Dieser 1,50 Meter lange Python wurde gestern in Reinfeld gefunden.

Quelle: Fotos: Polizei

Reinfeld. Zum zweiten Mal binnen weniger Tage haben Passanten in Reinfeld (Kreis Stormarn) einen Python auf der Straße gefunden. Die Schlange ist etwa 1,50 Meter lang, sagte eine Mitarbeiterin der örtlichen Polizeistation. „Es handelt sich um eine Würgeschlange. Wir wissen nicht, wie sie dorthin gekommen ist.“ Mehrere Polizeibeamte seien im Einsatz gewesen.

Ein Beamter der Lübecker Polizeidirektion, der sich mit Schlangen auskennt, kam schließlich hinzu und fing das Tier ein. „Die Kollegen wollten da nicht ran und haben auf mich gewartet“, berichtet er.

Er habe die Schlange, einen australischen Teppich-Python, mit der Hand ergriffen und in eine vorgewärmte Kiste gelegt. „Er lag auf der Straße und war wegen der für einen Python kühlen Temperaturen nicht sehr aktiv. Er ließ sich problemlos in die Hand nehmen.“

Zu fressen bekomme der Python vorerst nichts, so der Polizist. „Die kriegen nur alle ein bis zwei Monate etwas. Und solange sie sich in ihrem neuen Zuhause nicht heimisch fühlen, fressen sie sowieso nicht.“

Die Schlange wurde in der Nähe der gleichen Grünfläche entdeckt, an der bereits am Dienstag ein sogar an die 2,50 Meter langer Australischer Python eingefangen wurde. Die Polizei geht deshalb davon aus, dass jemand die Tiere absichtlich dort ausgesetzt hat. Die Grünfläche liege fernab von Häusern.

Der erste, größere Python wurde von einem anderen Beamten der Polizei Lübeck, der als Experte für die exotischen Würger gilt, in Sicherheit gebracht.

Die Beamten haben die Pythons nun vorerst bei sich zu Hause. Die Naturschutzbehörde Schleswig- Holsteins sucht eine geeignete Dauer-Unterkunft für die Schlangen. „Die Tierheime sind da nicht so drauf eingestellt“, so der Beamte, der gestern das Tier einfing.

Die Beamten hoffen, dass dies der Abschluss einer schlangenreichen Woche ist. Ebenfalls am Dienstag hatte in Reinbek bereits eine harmlose Ringelnatter für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Die Schlange war in der Waschküche eines Einfamilienhauses entdeckt worden. Gefahr bestehe selbst durch die Pythons nur, wenn die Schlange sich angegriffen fühle, so die Polizei. Bei dem ersten und größeren Python hätten sich die Passanten vorsichtig verhalten, so dass er nicht aufgeschreckt wurde.

Australische Pythons sind nicht giftig und gelten als eher friedfertig. Abwehrbisse seien aber recht schmerzhaft, sagt die Polizei. Die Bisse könnten zu Infektionen führen, da im Maul einer Schlange Bakterien leben, die für den Menschen schädlich sind.

Im Besitz des Polizisten, der die erste Python fing, befinden sich noch drei in Nordamerika beheimatete Kornnattern. Diese seien „ ironischerweise alle als Fundtiere in dienstlichen Einsätzen angefallen“, erklärte der Mann, der anonym bleiben will. In den letzten fünf Jahren musste er nach eigenen Angaben an die 20 Mal ausrücken, um Schlangen einzufangen. Darunter befanden sich acht nicht einheimische Tiere, wie eine Kalifornische Kettennatter, die noch immer im Tierheim Lübeck auf einen Halter wartet. Diverse Kornnattern hätten inzwischen untergebracht werden können.

„Leider ist in den letzten Jahren vermehrt zu beobachten gewesen, dass solche Tiere irgendwo aufgefunden werden“, sagte Eveline Düstersiek, Sprecherin des Tierparks Hagenbeck den LN.

Ausgezeichnete Kletterer

Der Teppichpython ist eine Würgeschlange, die in Australien und Papua-Neuguinea vorkommt. Sie ist sowohl in den Subtropen und Tropen, als auch in Wüstenrandregionen heimisch. Der Teppichpython hält sich gerne in der Nähe von Flüssen, Bächen oder Seen auf und zählt in Regenwaldgebieten zu den baumbewohnenden Schlangen. Meist werden sie zwischen 1,80 und 2,20 Meter groß. Das Futter besteht in Gefangenschaft meist aus toten Ratten und Mäusen. Die Pythons brauchen ein ausreichend großes Terrarium. Sie sind ausgezeichnete Kletterer.

Marcus Stöcklin

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