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Norddeutschland Schreckt die AfD Urlauber ab?
Nachrichten Norddeutschland Schreckt die AfD Urlauber ab?
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22:12 06.09.2016
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Schwerin/Kiel

Usedom ist eine der Urlauber-Hochburgen in Mecklenburg-Vorpommern. Usedom ist aber auch Hochburg der AfD. Mit einem Stimmenanteil von 35,3 Prozent holte die AfD im Wahlkreis Vorpommern- Greifswald III, zu dem die Urlaubsinsel zählt, ihr bestes Ergebnis am vergangenen Sonntag. Dem Landestourismusverband bereitet das Sorgen.

Die starke AfD-Präsenz könnte die Außenwerbung des Landes behindern. Dies sei in Regionen, in denen sich das Land noch bekannter machen und die Menschen für einen Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern gewinnen wolle, nicht förderlich, sagt Verbandssprecher Tobias Woitendorf. „Es ist eher ein hemmendes Element.“ Es sei bekannt, dass die ostdeutschen Bundesländer beim Thema Rechtspopulismus unter einer besonderen Beobachtung stehen. Woitendorf glaubt trotzdem nicht, dass wegen der rechtspopulistischen AfD weniger Urlauber in die Ferienregionen reisen. Auch die Präsenz der rechtsextremen NPD im Schweriner Landtag habe in den vergangenen zehn Jahren nicht für einen Rückgang der Gästezahlen gesorgt.

Auch in Schleswig-Holstein sehen Touristiker den Siegeszug der AfD mit Sorge. Denn bei aller internen Zerstrittenheit wird den Rechtspopulisten der Einzug in den nächsten Kieler Landtag am 7. Mai 2017 zugetraut. „Wenn Fremdenfeinlichkeit in einem Bundesland zu spüren ist, das offen sein will für seine Gäste – auch und gerade für ausländische –, dann ist das immer schädlich“, sagt Marc Euler, Sprecher der Tourismusagentur Schleswig- Holstein (Tash). Auf dem Spiel stehe das gute Image eines Urlaubs- und Transitlandes, das nicht zuletzt mit seinen dänischen Nachbarn ein gutes Miteinander auszeichne. Die Marketingorganisation will verstärkt um Gäste aus Österreich und der Schweiz werben. Landestourismusminister Reinhard Meyer (SPD) sieht gerade da Nachholbedarf. ctö

LN

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