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Norddeutschland Schüsse auf Ex-Mongols-Rocker
Nachrichten Norddeutschland Schüsse auf Ex-Mongols-Rocker
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21:16 16.06.2016
Polizisten sichern den Tatort der Schießerei in Hamburg- Schnelsen ab. Quelle: Bodo Marks/dpa
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Hamburg

. Ein Maskierter hat in der Nacht zu gestern einen früheren Mongols-Rocker und dessen Freundin angeschossen. „Nach dem Täter wird gefahndet“, sagte eine Polizeisprecherin. Die 21 Jahre alte Freundin des Ex-Mongols-Rockers (25) wurde lebensgefährlich verletzt. Ob die Tat auf eine Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Rocker-Gruppen zurückgeht, ist bislang unklar. „Wir prüfen einen Milieu- Hintergrund“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Nach ersten Ermittlungen stand die Frau an der geöffneten Terrassentür des Hauses in Hamburg-Schnelsen, als der Maskierte auf sie feuerte. Anschließend schoss er auf den Ex-Rocker, der in der Wohnung war. Er sei der ehemalige Vize-Chef der Mongols, erklärte eine Polizeisprecherin zu entsprechenden Medienberichten.

Während der Tat war ein 28-Jähriger bei dem Angeschossenen – er erlitt einen Schock. Ein Anwohner hatte die Schüsse kurz vor Mitternacht gehört und die Polizei verständigt. Mehr als 20 Streifenwagen waren auf der Suche nach dem Täter im Einsatz. Nähere Angaben wollte die Polizei nicht machen. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen, die „Soko Rocker“ ist im Einsatz. Laut Polizei hatte sich die Rockergruppe Mongols in Hamburg vor einiger Zeit aufgelöst. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Mongols und Anhängern der in Hamburg verbotenen Hells Angels gegeben.

Wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz muss sich seit Anfang Mai ein ehemaliger Anführer der Mongols vor dem Hamburger Amtsgericht verantworten. In ihrem Plädoyer forderte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch eine Freiheitsstrafe von drei Jahren für den Angeklagten. Das Urteil wird für Dienstag erwartet.

LN

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