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Norddeutschland Schweinepest: Prämie für Wildschweinjagd
Nachrichten Norddeutschland Schweinepest: Prämie für Wildschweinjagd
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20:10 07.11.2017
Schwerin

Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verhindern, soll in Mecklenburg-Vorpommern die Zahl der erlegten Wildschweine pro Jahr auf 80 000 steigen, erklärte Agrarminister Till Backhaus (SPD) gestern bei der Vorstellung des Sofortprogramms. 2016 waren es laut Ministerium 60700 Tiere. Für das Programm stünden zwei Millionen Euro für zwei Jahre bereit.

Wildschweine können die für Menschen ungefährliche, für die Tiere jedoch tödliche Seuche auf Hausschweine übertragen. Einen Impfstoff gibt es bisher nicht. Seit der Erreger 2007 über Georgien nach Europa eingeschleppt wurde, grassiert die ASP vor allem im Baltikum, dem Osten von Polen und Tschechien sowie in der Ukraine. Allein in diesem Jahr habe es mehr als 2600 neue Ausbrüche in Europa gegeben, sagte Backhaus.

Im Nordosten würden bei einem Ausbruch massive wirtschaftliche Schäden drohen, warnte er. Prognostiziert werde eine Summe von 980 Millionen Euro pro Jahr. Es könnte das Aus für 200 Betriebe mit 830 000 Hausschweinen bedeuten, sowie für die gesamte weiterverarbeitende Industrie, fürchtet der Minister. Insgesamt arbeiten dem Ministerium zufolge 3700 Beschäftigte in der Branche. Aus dem Zwei-Millionen-Topf des Sofortprogramms sollen hauptsächlich Aufwandsentschädigungen für Jäger gezahlt werden. Wegfallen wird auch das Verbot von Drückjagden zwischen dem 11. Januar und dem 31.

Juli.

LN

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