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Norddeutschland Seehundstation kann viele Heuler aufpäppeln
Nachrichten Norddeutschland Seehundstation kann viele Heuler aufpäppeln
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20:24 09.01.2016

Die Seehundstation Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) hat für 2015 eine positive Bilanz gezogen. Insgesamt wurden 184 von den Muttertieren verlassene Seehundjunge vor dem Hungertod gerettet, sagte Stationsleiterin Tanja Rosenberger: „Wir konnten über 90 Prozent der als Heuler eingelieferten Tiere erfolgreich aufziehen. Es war ein sehr gutes und erfolgreiches Jahr.“ Zurzeit sind in der Seehundstation bereits die ersten verwaisten Kegelrobbenheuler des Winters 2015/2016 zu sehen. Kegelrobben werden mitten im Winter geboren. „Die Geburtenzeit dauert noch bis Ende Januar“, sagte Rosenberger.

In Friedrichskoog werden die Jungtiere nach einer kurzen Quarantäne zunächst in Gruppen gehalten. „In dieser Zeit suchen sie noch den Kontakt zu ihren Artgenossen“, erklärte Rosenberger. Die Heuler drängen sich dann selbst auf großen Liegeflächen eng aneinander. „Auch in der freien Natur werden Seehundbabys erst zum Einzelgänger, wenn sie abgestillt sind“, sagte Rosenberger. Das könne man auch in der Station beobachten: „Im Auswilderungsbecken halten sie Abstand zueinander und klatschen mit den Flossen, wenn jemand ihnen zu nahe kommt: Sie zeigen das normale Sozialverhalten.“ Für Besucher ist der gesamte Aufzuchtbereich vom Informationszentrum, über die Kameras und vom 17 Meter hohen Aussichtsturm einsehbar.

Die Robben-Waisen bleiben bis zu ihrer Auswilderung meist zwei bis drei Monate in der Obhut der Seehundstation. Die Kosten dafür summieren sich für jedes Tier im Schnitt auf mindestens 1300 Euro. Bei kranken Tieren könne es wegen zusätzlicher ärztlicher Versorgung noch teurer werden, sagte Rosenberger.

LN

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