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Norddeutschland Seniorin mit Bürostuhl erschlagen: Zehn Jahre Haft für 53-Jährigen
Nachrichten Norddeutschland Seniorin mit Bürostuhl erschlagen: Zehn Jahre Haft für 53-Jährigen
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22:22 28.10.2013

Ein 53-jähriger Mann muss für eine tödliche Attacke auf eine Bekannte für zehn Jahre ins Gefängnis. Das entschied das Hamburger Landgericht. „Das Warum ist bei dieser Tat völlig unklar geblieben“, sagte die Vorsitzende Richterin in der Urteilsbegründung. Der psychisch kranke Mann hatte die 69-jährige Frau im März dieses Jahres mit einem Bürodrehstuhl erschlagen.

Er glaubte, sie sei Teil einer Verschwörung gegen ihn. Sein Opfer sei arg- und wehrlos gewesen, stellte die Kammer fest. Das Gericht ordnete an, dass der Mann zuerst in einer Psychiatrie behandelt wird, bevor er seine Strafe verbüßt.

Der Deutsche mit äthiopischen Wurzeln hatte seit Jahren Angst vor einer „Abschiebung“, wie er zu Verhandlungsbeginn sagte. Die Seniorin habe ihm immer wieder eingeredet, dass „Intellektuelle“ ihn illegal außer Landes schaffen wollten. Als die Frau ihn im März in seiner Wohnung erneut unter Druck gesetzt habe, sei er durchgedreht und habe sie mehrfach mit dem Stuhl geschlagen. Die Reaktion des Mannes sei nur mit wahnhaften Störungen zu erklären, sagte die Vorsitzende Richterin. Weil diese nach Angaben eines Gutachters die Steuerungsfähigkeit beeinträchtigten, seien sie strafmildernd zu bewerten. Strafverschärfend sei allerdings die erhebliche Brutalität der Tat und das Verhalten danach. Als der Bruder der Toten sie aus Sorge anrief, ging der Verurteilte ans Telefon und sagte, die Seniorin habe getrunken und würde ihren Rausch ausschlafen.

LN

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