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Norddeutschland Silvester im Norden: Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz
Nachrichten Norddeutschland Silvester im Norden: Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz
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15:03 02.01.2015
Das Lübecker Silvesterspektakel von der Eric-Warburg-Brücke aus fotografiert. Quelle: Lutz Roeßler
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Lübeck

Die Feuerwehr musste meist wegen brennender Balkone, Briefkästen, tätlichen Auseinandersetzungen oder Unfällen mit Böllern ausrücken. Einen größeren Einsatz hatte die Lübecker Feuerwehr gegen 0.30 Uhr in der Eutiner Straße. Im Keller eines Mehrfamilienhauses war ein Feuer augebrochen. Vier Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten ins Krankenhaus gebracht werdem. Die Polizei musste mit mehreren Streifenwagen anrücken, weil die Rettungskräfte Berichten zufolge von Feiernden bei ihrer Arbeit behindert wuren.

Insgesamt mussten die Lübecker Retter zu fünf Wohnungsbränden ausrücken und zehn brennende Müllcontainer löschen. In einem Mehrfamilienhaus an der Schönböckener Straße war ein im Treppenhaus stehender Kinderwagen in Brand geraten, in Schlutup kam es zu einem Zimmerbrand.

Auch um tätliche Auseinandersetzungen musste die Polizei in Lübeck sich kümmern. In St. Lorenz Nord bedrohte ein 29-Jähriger seine 56 Jahre alte Mutter mit einem Küchenmesser. Der Mann hatte 2,13 Promille und kam in Polizeigewahrsam. In der Ratzeburger Allee schoss gegen drei Uhr ein 31-Jähriger mit einer Schreckschusspistole auf ein Wohnhaus. Der alkoholisierte Schütze bekommt eine Strafanzeige wegen unerlaubten Waffenbesitzes.

Die Leitstelle Süd für die Kreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Ostholstein verzeichnete 40 Feuerwehreinsätze - darunter 15 brennende Müllcontainer, 13 Klein- und 10 Mittelbrände. Beim unsachgemäßen Umgang mit Knallkörpern musste viermal der Rettungsdienst tätig werden und Brandverletzungen an Händen behandeln. In Ratzeburg wurde ein Dixi-Klo in die Luft gesprengt.

Die Leitstelle Holstein vermeldete für des Kreis Segeberg insgesamt 22 Brandeinsätze, darunter zehn brennende Müllcontainer. In Norderstedt kam es zu einem Wohnungsbrand. In Kaltenkirchen brannte es in einem Keller und in Wahlstedt geriet gelagerter Elektroschrott auf dem Gelände eines Elektrofachbetriebes in Brand. Wie die Polizei meldete, lagen die Einsatzzahlen im Kreis Segeberg etwas höher als im extrem ruhigen letzten Jahr. Ein 18-Jähriger kam bei der Explosion eines Böllers ums Leben.

In Henstedt (Kreis Dithmarschen) geriet eine Lagerhalle in Flammen, in der sich nach Angaben eines Sprechers Landmaschinen befanden. Den Schaden schätzte die Polizei auf mindestens eine Million Euro. Die Polizei in Kiel verzeichnete eine ruhige Nacht. Es sei „alles im grünen Bereich“, sagte ein Sprecher.

Im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg war um kurz nach Mitternacht der Dachstuhl eines vierstöckigen Altbaus in Brand geraten, das Gebäude musste evakuiert werden. Verletzt wurde dabei niemand. Durchschnittlich 85 mal in der Stunde rückte die Feuerwehr zwischen 18.00 und 6.00 Uhr in der Silvesternacht in Hamburg aus, wie ein Sprecher mitteilte. Insgesamt wurde sie zu 1018 Einsätzen gerufen, darunter waren allein 219 Brände. Im vergangenen Jahr waren es 1099 Einsätze.

 

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