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Norddeutschland So haben Lübeck und der Norden das neue Jahr begrüßt
Nachrichten Norddeutschland So haben Lübeck und der Norden das neue Jahr begrüßt
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18:40 01.01.2016
Feuerwerkszauber in der Silvesternacht über Travemünde. Quelle: Vögele
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Lübeck

Die Rettungskräfte waren auch in dieser Silvesternacht wieder ordentlich gefordert - doch die Menschen in Lübeck und Umgebung sind offenbar ohne größere Zwischenfälle in das neue Jahr gestartet. Es wurde ausgelassen gefeiert und natürlich mächtig geknallt.

So feiert Lübeck Silvester!

In Lübeck waren die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr mit der Hilfeleistung von Verletzten und dem Löschen von Bränden beschäftigt. „Eine bewegte Nacht, in der viel zu tun war“, resümiert Steffen Komorr von der Polizeileitstelle Lübeck. Bei den Einsätzen hätte es sich nach Informationen der Polizei jedoch überwiegend um Einsätze der kleineren Art gehandelt. Die Feuerwehrleitstelle verzeichnete zwischen 0 und 7 Uhr insgesamt 90 Einsätze. Bei den rund 60 Einsätzen im Rettungsdienst haben sich Personen durch Feuerwerkskörper oder beim Ausrutschen auf glatten Straßen verletzt. Zum Löschen von Kleinbränden – meist durch Böller entzündete Papiercontainer – kam die Feuerwehr etwa 30 Mal zum Einsatz.

In der Solmitzstraße in Kücknitz geriet gegen 1.30 Uhr eine Arztpraxis in Brand, Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen. Etwa zur gleichen Zeit löschte die Feuerwehr am plaza-Supermarkt in der Ziegelstraße 232 die Flammen eines Feuer gefangenen Kunsstofffensters an einer Außenrollwand. Der Alarm der angesprungenen Brandmeldeanlage ermöglichte ein schnelles Ausrücken der Einsatzkräfte, sodass es zu keinen bedeutsamen Sachschäden kam und beim Rauch im Markt blieb.

Gegen 3 Uhr nachts entwickelte sich ein Feuer im fünften Obergeschoss des Hochhauses in der Karavellenstraße 1-3 zu einem ausgedehnten Zimmerbrand. Die Brandursache ist bislang ungeklärt, Personen seien nach Auskunft der Feuerwehrleitstelle Lübeck nicht verletzt.

Zu einem leichten Gebäudeschaden führte ein Brand in der Alfstraße in Lübecks Innenstadt gegen 2 Uhr. Zudem fingen ein Pkw-Anhänger in der Ziegelstraße sowie zwei Telefonzellen in der Folke-Bernadotte-Straße und in der Friedenstraße Feuer. Die Polizeileitstelle registrierte außerdem fünf Verkehrsunfälle mit Pkws. So wurde eine Person um 2.43 Uhr in der Fackenburger Allee angefahren, ehe sie im Bahnhofsgebäude unterkam und anschließend medizinisch behandelt wurde.

„Keine Auffälligkeiten“ meldete die Leitstelle Holstein für den Kreis Segeberg. 13 Feuerwehreinsätze wurden hier verzeichnet – darunter mehrere brennende Müllcontainer. In Norderstedt setzte eine verirrte Rakete einen Balkon in Brand, auch brannten hier und in Tensfeld jeweils eine Hecke. In Boostedt kam es zu einem PKW-Brand.

Bad Oldesloe - Eine Feuerwerksrakete hat in der Sylvesternacht gegen 0.15 Uhr einen Haufen Unrat auf einem Balkon im dritten Obergeschoss eines Wohnblocks am Schanzenbarg in Brand gesetzt.

- Eine Feuerwerksrakete hat in der Sylvesternacht gegen 0.15 Uhr einen Haufen Unrat auf einem Balkon im dritten Obergeschoss eines Wohnblocks am Schanzenbarg in Brand gesetzt.

Die Feuerwehr hatte das schnell unter Kontrolle. Insgesamt verzeichnete die Leitstelle Süd im Kreis Stormarn nur wenig Einsätze. Der wohl größte Einsatz lief in Wilstedt ab. Dort brannte die Fassade eines Hauses in der Straße Bäckerberg. Weitere Einsatzorte zwischen Mitternacht und dem Schichtwechsel in der Leitstelle am Neujahrsmorgen waren Reinbek, Ammersbek, Mollhagen (dort brannte ein Carport), Ahrensburg, Großhansdorf, Travenbrück, Oststeinbek und Barsbüttel. Dabei waren es zumeist Containerbrände, die Anlass zur Alarmierung gaben.   jeb

Die Leitstelle Süd für die Kreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Ostholstein vermeldet insgesamt 30 Brandeinsätze. Den größten Einsatz gab es in Tangstedt (Stormarn), dort brannte die Fassade eines Einfamilienhauses. In Nütschau brannte ein PKW in einem Carport.

Insgesamt rückten die Brandbekämpfer in Schleswig-Holstein rund 160 Mal aus, um Brände zu löschen. Häufig brannten nur Müllcontainer. In Pinneberg zerstörten Flammen allerdings ein Geschäftshaus vollkommen. In Großenwiehe bei Flensburg wurden fünf Menschen an den Augen und im Gesicht verletzt, als ein Böller in einer Menschenmenge explodierte. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht.

In Hamburg wurde die Feuerwehr in der Silvesternacht zu 991 Einsätzen gerufen, um Brände zu löschen oder Verletzten zu helfen. Damit war die Zahl der Einsätze in der Hansestadt so niedrig wie seit sechs Jahren nicht mehr. In Hamburg-Altona setzte eine Rakete ein Altenheim in Brand, aus dem daraufhin 91 Bewohner gerettet wurden. Drei von ihnen kamen in ein Krankenhaus. Am Hauptbahnhof verletzte sich ein 55-Jähriger beim Zünden eines Böllers so schwer, dass Teile seiner Finger amputiert wurden.

An den Hamburger Landungsbrücken schauten sich nach Polizeiangaben rund 20.000 Menschen das Feuerwerk an und feierten den Jahreswechsel. Die Silvesterfeiern blieben weitgehend friedlich, wie ein Polizeisprecher berichtete. Zwei Polizisten erlitten ein Knalltrauma, nachdem sie mit Böllern beworfen worden waren. Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen habe es nicht gegeben, sagte der Sprecher.

Das Wetter hielt die Rettungskräfte ebenfalls in Atem: Wegen dichten Nebels stießen auf der Autobahn 25 beim Kreuz Hamburg Südost zehn Autos zusammen, sechs Menschen wurden verletzt. Weil sich die Unfälle in beiden Fahrtrichtungen ereigneten, war die Autobahn bis zum Freitagmorgen voll gesperrt.

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