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23:30 08.11.2017

Erst mit 17 Jahren begann die Film-Karriere von Karin Dor. 1954 hatte sie in dem Film „Rosen-Resli“ nur den Satz „Himmlisch, Frau Chefin, einfach himmlisch!“ zu sagen. Regisseur Harald Reinl – von 1954 bis 1986 ihr Ehemann – war schwer beeindruckt und es folgten große Rollen in vielen seiner Filme. Dreimal spielte sie die Hauptrolle in Karl-May-Filmen (Der Schatz im Silbersee, Winnetou 2, Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten), vielfach spielte sie auch in Edgar-Wallace- und Dr.-Mabuse- Verfilmungen mit.

Den internationalen Durchbruch schaffte sie 1967 mit dem Bond-Film „Man lebt nur zweimal“. Zwei Jahre später spielte sie in „Topas“ an der Seite von Michel Piccoli, Pilippe Noiret und John Forsythe.

Beide Male starb sie spektakulär: Im Bond-Film wurde sie von Piranhas gefressen, in „Topas“ von ihrem Liebhaber erschossen.

Bis in die 1970er Jahre erhielt sie immer wieder Gastrollen in internationalen Film- und TV-Produktionen. So war sie in den Krimiserien „Ihr Auftritt, Al Mundy“ mit Robert Wagner oder auch „Der Chef“

mit Raymond Burr zu sehen.

Nach einer ruhigeren Phase folgten wieder deutsche Filme, etwa „Johan Strauß – König ohne Krone“ (1986), Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen oder mit Katja Riemann in Margarethe von Trottas Streifen „Ich bin die Andere“ (2005). Gefallen fand Karin Dor auch am Boulevard- und Komödientheater, wo sie etwa mit Claus Biederstaedt mehr als 500 Mal in dem Stück „Der Neurosenkavalier“ auftrat.

Seit August 2008 spielte sie in der eigens für sie geschriebenen Komödie „Man liebt nur dreimal“ am Theater in der Komödie im Bayerischen Hof in München. Kurze Zeit nach einem Sturz im Jahr 2016 trat dort noch einmal auf, erholte sich aber nicht mehr von den Folgen ihrer Verletzung.

LN

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