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Norddeutschland Spannung vor der Wahl: CDU holt auf, AfD verliert
Nachrichten Norddeutschland Spannung vor der Wahl: CDU holt auf, AfD verliert
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21:50 20.04.2017
Am 7. Mai wird der Landtag in Kiel neu gewählt.
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Kiel/Lübeck

Zwei Wochen vor der Landtagswahl zeichnet sich für den 7. Mai ein spannendes Rennen um den Ministerpräsidentenposten in Schleswig-Holstein ab. Zwar liegt die Regierungskoalition von SPD- Amtsinhaber Torsten Albig aus Sozialdemokraten, Grünen und SSW in der jüngsten infratest-dimap-Umfrage für den NDR weiter vorn. Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Daniel Günther aber holt auf. Und die AfD droht an der Fünfprozenthürde zu scheitern.

33 Prozent der Wähler würden demnach für die SPD stimmen, ebenso viele wie laut der NDR-Umfrage vor zwei Wochen. Die CDU gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und landet bei 31 Prozent. Die Grünen stehen unverändert bei zwölf Prozent, die FDP weiter bei neun Prozent. Die AfD hingegen verliert zwei Prozentpunkte und landet laut der Umfrage jetzt nur noch bei fünf Prozent. Der von der Fünfprozenthürde befreite SSW kommt auf drei Prozent. Linke und Piraten würden den Einzug in den Landtag verpassen.

SPD, Grüne und SSW brächten demnach 48 Prozent der Stimmen hinter sich. Das würde aber für eine Mehrheit der Sitze im Landtag reichen, weil auf CDU, FDP und AfD zusammen nur 45 Prozent der Stimmen entfallen würden. CDU, FDP und Grüne hätten mit zusammen 52 Prozent ebenfalls eine Mehrheit. Ein Koalitionswechsel der Grünen gilt aber bei einer Mehrheit für das bestehende Regierungsbündnis als ausgeschlossen.

Garant für dessen Erfolg ist offenbar Ministerpräsident Torsten Albig. Bei einer Direktwahl würden sich 55 Prozent der Wählerinnen und Wähler für ihn entscheiden, das sind vier Prozentpunkte mehr als vor zwei Wochen. CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther kommt auf 26 Prozent, verbesserte sich damit um einen Prozentpunkt. Aufholen kann die CDU zudem bei der Frage, wer die nächste Landesregierung anführen soll. Während sich vor 14 Tagen nur 29 Prozent eine CDU-Führung wünschten, sind es nun 34 Prozent. Für eine SPD-geführte Landesregierung sprechen sich 53 Prozent der Befragten aus. 61 Prozent von ihnen sind mit der Landesregierung zufrieden.

Die Wahlkämpfer machen sich angesichts der Zahlen Mut. „Wir liegen in den Umfragen vorne und haben eine stabile Mehrheit als Küstenkoalition“, sagt Albig. Ein besonderer Ansporn seien die sinkenden Werte der AfD. „Wir sollten alles dafür tun, dass die Rechtspopulisten nicht in den Landtag kommen.“ „Die CDU legt als einzige Partei erneut zu“, sagt Günther. Die Richtung stimme. „Noch ist nichts entschieden“, sagt FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki. „Wir erwarten bis zum 7. Mai noch eine Menge Bewegung.“

Von Wolfram Hammer

Visualisierungen der Ergebnisse:

Hinweis: Die Piratenpartei wurde vom NDR nicht mehr explizit genannt und rangiert bei den letzten Umfragen unter "Sonstige", wird aus technischen Gründen im untersten Diagramm aber mit "0" angegeben.

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