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Norddeutschland Spurensuche der Mordkommission auf der A7: Objekte gefunden
Nachrichten Norddeutschland Spurensuche der Mordkommission auf der A7: Objekte gefunden
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15:40 23.08.2017
Kriminalbeamte der Spurensicherung suchen am 23.08.2017 auf dem Mittelstreifen der Autobahn A7 bei Büdelsdorf (Schleswig-Holstein) nach Spuren und Beweismitteln. Am 20.07.2017 hing hier von einer Autobahnbrücke ein großer Stein an einem Seil, mit dem ein bis jetzt noch unbekannter LKW kollidierte. Die Mordkommission ermittelt. Quelle: Markus Scholz/dpa
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Kiel/Borgstedt

Ein Stein hängt an einem Seil von einer Autobahnbrücke herab - für die Staatsanwaltschaft ein klarer Mordversuch: Bei einer Spurensuche der Mordkommission auf der Autobahn A7 haben Ermittler am Mittwoch mehrere Gegenstände eingesammelt. Es sei aber noch zu früh, diese Funde zu bewerten, sagte ein Polizeisprecher. Man habe bei der Aktion nördlich der Rader Hochbrücke Beweismittel finden wollen, erklärte der Polizeisprecher. Hintergrund sind mehrere Angriffe mit Steinen auf Autofahrer auf der A7.

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Einen Vorfall im Juli werten Staatsanwaltschaft und Polizei als Mordversuch. Damals erhielt die Polizei einen Notruf, dass ein Stein von einer Autobahnbrücke hänge. Als die Polizisten an der Stelle ankamen und gerade den Stein entfernen wollte, fuhr ein Lkw dagegen. Der Fahrer hielt etwas entfernt, fuhr dann aber wieder weg. Bis heute sind der Lkw, der oder die Täter sowie der Anrufer nicht identifiziert, wie ein Polizeisprecher sagte.

Den Stein hat die Polizei sichergestellt, jetzt hofft sie für ihre Ermittlungen auf weitere Fundstücke, die die Ermittlungen voranbringen. Die Polizei prüft auch ähnlich gelagerte Fälle ebenfalls aus dem vergangenen Juli und aus dem Februar 2016.

Pfeile markieren am 23.08.2017 auf einer Brücke der Autobahn A7 bei Büdelsdorf (Schleswig-Holstein) die Stelle, an der am 20.07.2017 ein großer Stein an einem Seil vom Geländer hing, mit dem ein LKW kollidierte. Foto: Markus Scholz/dpa

Rund 20 Beamte, darunter Kräfte der Bereitschaftspolizei Plön und der Ermittler der Mordkommission, waren an der gut zweistündigen Spurensuche nördlich des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Rader Hochbrücke und Schleswig beteiligt. Die Beamten suchten den von Grün umwucherten Mittelstreifen der Autobahn in dem Bereich, wo der Stein gehangen hatte, sorgfältig ab. Objekte wurden am Fundort fotografiert und eingesammelt zur kriminaltechnischen Auswertung.

Wegen der Spurensuche waren die Überholspuren der Autobahn in beide Richtungen gesperrt. Es bildeten sich Richtung Süden und Norden Staus von jeweils etwa fünf Kilometer Länge.

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